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Hohenwestedt : Einkaufsbummel mit Kultur-Flair

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim „Schiet-Wedder-Koop-Sünndag“ in Hohenwestedt wurde unter anderem die neue Ausstellung des Künstlerkreises eröffnet.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 14:45 Uhr

Künstlerkreis-Vernissage, Bibelschau im Heimatmuseum, Kirchenbesichtigung und „Wolkenschieber“-Theater für die ganz Kleinen: Der „Schiet-Wedder-Koop-Sünndag“ in Hohenwestedt hat den Besuchern ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm geboten.

60 Besucher waren dabei, als Dr. Ingo Klupp gestern kurz vor Mittag bei der Vernissage im Ratssaal die neue Jahresausstellung des Künstlerkreises Hohenwestedt (KKH) eröffnete. „Der Begriff des Gemeinsamen ist ein wunderbares Ziel des menschlichen Denkens und Vorstellens“, sagte der Jevenstedter mit Blick auf die Gemälde seiner KKH-Mitstreiter, die diesmal alle unter dem Motto „Gemeinsam“ standen. Dass die Gemeinschaft auch in der Tierwelt groß geschrieben wird, zeigte Tierarzt Dr. Klupp mit einigen seiner eigenen Werke: Fotografien von Kranichschwärmen an der Ostsee und Basstölpel-Brutkolonien auf Helgoland. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Schülerband „Hannelore“, die mit „That’s All Right, Mama“ auf den Spuren von Elvis Presley wandelte.

Um Punkt 12 Uhr begann nebenan in der Peter-Pauls-Kirche ein Besichtigungsrundgang, der zunächst den 38 Meter hohen Kirchturm hinauf führte. Die Neueröffnung der Peter-Pauls-Kirche jährte sich gestern fast genau 244 Jahre – sie wurde am 1. November 1770 eingeweiht, nachdem sie 1768 zusammen mit 94 weiteren Hohenwestedter Häusern abgebrannt war. Klaus Peters vom Museumsverein informierte die Besucher unter anderem über gerade begonnene Renovierungsarbeiten im Altar- und Orgelbereich der Peter-Pauls-Kirche. Von Peters konnten die Gäste ebenfalls erfahren, dass früher auch mal ein Taufengel zum Kircheninventar gehört hat: „Aber der ist verschwunden, und keiner weiß, wo er abgeblieben ist.“

Über 100 Jahre älter als die wiederaufgebaute Peter-Pauls-Kirche ist das älteste Exponat der neuen Sonderschau des Hohenwestedter Heimatmuseums: eine Luther-Bibel von 1665. Die Ausstellung „Glaube und Wort in Mittelholstein“, die gestern von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden konnte, präsentiert eine Vielzahl von Zeugnissen eines gelebten Glaubens. Nach einem entsprechenden Aufruf an die Bevölkerung, die neue Ausstellung mit Leihgaben zu unterstützen (wir berichteten), waren beim Museum rund 200 alte Bibeln, Gesangbücher, Konfirmationsbriefe und Taufurkunden abgegeben worden. „Der Aufruf hat eingeschlagen wie eine Bombe“, berichtete Museumsvereins-Chef Heino Redinger, „mit all den Exponaten hätten wir drei Ausstellungen ausstatten können.“

Um 15 Uhr kamen dann im Sport- und Jugendheim auch die kleinsten Besucher des „Schiet-Wedder-Koop-Sünndags“ auf ihre Kosten: Der Deutsche Kinderschutzbund Hohenwestedt präsentierte den Auftritt des Figurentheaters „Wolkenschieber“, bei dem ein Bär und eine Maus die Hauptrollen spielten.

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