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Landeszeitung

21. September 2017 | 12:44 Uhr

Kommentar : Einen kompletten Neuaufbau wagen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nachdem der Riss zwischen den Spielern des Rendsburger TSV und seinem Trainer Christian Heider nicht mehr zu kitten ist, muss der Verein den Neuaufbau wagen. Auf Sicht ist das die beste Lösung.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Was ist nur aus dem Rendsburger TSV geworden? Der Traditionsverein war einst Aushängeschild der Region und lockte tausende Fans zu den Fußballspielen auf den heimischen Nobiskrug. Doch in jüngster Zeit darbt der RTSV vor sich hin und schreibt selten positive Schlagzeilen. Kaum mehr als 50 Zuschauer verirren sich zu den Spielen in der Verbandsliga. Undiszipliniertheiten der Spieler, häufige Trainerwechsel und Unruhe im Umfeld kratzten am Renommee des Vereins. Mit der Spielerrevolte vom Dienstag ist ein neuer Tiefpunkt erreicht. Die kickenden Akteure fordern ohne Rückendeckung des Vorstandes den Kopf des Trainers, frei nach dem Motto: „Er oder wir“. Die Verantwortlichen stehen nun vor einem schwierigen Spagat. Geben sie dem Drängen der Spieler nach, machen sie sich auch für die Zukunft erpressbar. Halten sie am Trainer fest, haben sie keine spielfähige Mannschaft mehr. Der Zwangsabstieg wäre die Folge. Doch auf Sicht erscheint das die bessere Lösung. Der RTSV wäre gut beraten, einen kompletten Neuaufbau in der Kreisliga zu wagen. Dazu gehört auch eine Neuordnung der Finanzen, denn der Hauptsponsor, bei dem viele Spieler angestellt sind, steht im Zweifelsfall dem eigenen Personal näher als dem Verein. Dem Renommee des RTSV würde dieser Schritt gut tun.

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