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Ausstellung Nord Art : „Eine wunderbare Symbiose von Kunst und Musik“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auch in diesem Jahr profitiert die NordArt in Büdelsdorf vom Schleswig-Holstein Musik Festival. In den ersten sieben Wochen haben die Macher einen Besucherzuwachs von 25 Prozent registriert.

Die diesjährige Sommerhitze schadet den Besucherzahlen weniger als das Brückenchaos des vergangenen Jahres. In den ersten sechs Wochen wurden auf der NordArt 25 Prozent mehr Gäste gezählt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Hausherr und Mäzen Hans-Julius Ahlmann. Das sind 200 bis 500 Kunstliebhaber pro Tag. Zahlreiche Besucher finden den Weg in die Ausstellung auch durch die Proben des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der ACO Thormannhalle. „Es ist eine wunderbare Symbiose“, schwärmt Ehefrau Johanna Ahlmann von der Verbindung, die Kunst und Musik auf dem Carlshütten-Gelände eingehen. Das wird auch optisch deutlich: Die Fläche vor der Thormannhalle dient als Ausstellungsgelände. Hier stehen unter anderem die „Balance“ von Jörg Plickat und ein „Roter Block“ von Dorsten Diekmann.

Gleichzeitig bringen sowohl die Schau zeitgenössischer Kunst als auch die Orchesterakademie internationales Flair in die Orte am Kanal. Nicht nur durch die Künstler aus aller Welt, auch durch die Besucher. „Zur Eröffnung der NordArt war kein Zimmer mehr in der Region zu bekommen“, berichtet Kurator Wolfgang Gramm. Und unter den Bildbetrachtern sind zahlreiche Dänen. Das hat seinen Grund. Erstmals ist die NordArt eine Kooperation mit dem Skulpturenfonds Augustiana eingegangen. Das Kunstzentrum in der Nähe des dänischen Sonderburg stellt bei sich zehn deutsche Künstler aus, im Gegenzug werden in dem Skulpturenpark in Büdelsdorf dänische Werke präsentiert.

Insgesamt werden 250 Werke aus 55 Ländern gezeigt. Die große Bandbreite wird nur möglich durch zahlreiche Kooperationen, betont Pressesprecherin Inga Aru. In diesem Jahr liegt der Länderfokus auf Russland. Ein Raum der großen Halle ist den Werken dieses Partners vorbehalten. Aber es war eine Zitterpartie, erinnert sich Inga Aru. Sie deutet auf die optisch ansprechend arrangierte Bilderwand mit Werken von Anatolii Chechik. Erst am 5. Juni wurden die Werke geliefert, am 14. Juni wurde die Schau eröffnet. Neben Bildern lieferten die Russen Skulpturen und auch ein Video. „Das Fest des Trimalchio“ der Künstlergruppe AES+F läuft eine Stunde lang, aber der Zuschauer kann jederzeit einsteigen. „Ich bewundere diese Arbeit inhaltlich wie technisch“, sagt Inga Aru über ihr Lieblingswerk der Schau.

Welche Arbeit ihnen am besten gefällt, das wollen Hans-Julius und Johanna Ahlmann nicht verraten. „Das geben wir bei der Preisverleihung bekannt“, erklärt Hans-Julius Ahlmann. Bei der „Langen Nacht der Lichter“ wird von dem Ehepaar der mit 10 000 Euro dotierte NordArt-Preis verliehen, aber ebenso der Publikumspreis vergeben. An den Kassen erhalten die Besucher Stimmzettel, auf denen sie ihren Favoriten eintragen können.

Bei einem einzigen Besuch ist das schwer zu entscheiden. Julia Ottmüller aus Owschlag kommt mit ihrem Mann mehrfach nach Büdelsdorf. „Ich bin jedes Jahr dabei“, sagt sie und schaut sich im Chinesischen Pavillon um. „Und ich bin immer wieder aufs Neue begeistert.“ Die Besucher müssen sich bis in den hintersten Winkel der großen Halle begeben, um dort den „China Garden“ zu erleben. Und es ist ein hochklassiges Erlebnis, denn die Künstler stellten bereits 2013 auf der Biennale in Venedig aus. Julia Ottmüller hat eine Kamera in der Hand und ist fasziniert von den vielen Blickwinkeln, die die Schau bietet. Es gefällt ihr, dass das Fotografieren zu privaten Zwecken gestattet ist. Das geht auch anderen Besuchern so, sie sind ebenfalls mit Fotoapparat oder Videokamera in der Halle oder im Park unterwegs. Wer die NordArt in professionellen Fotos betrachten möchte, hat dazu ab Ende August Gelegenheit. Dann erscheint ein Bildband mit Aufnahmen aus den vergangenen drei Jahren.

Von rund 100 Ausstellungstagen liegen noch knapp zwei Drittel vor der NordArt. Dennoch laufen bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Seit einigen Tagen können die Künstler ihre Bewerbungen einreichen. Und einen Länder-Wunschpartner für die Kooperation hat sich das Team auch schon ausgeschaut. Doch bekannt gegeben wird er erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist, sagt Inga Aru.

NordArt Veranstaltungen

Geöffnet bis 12. Okt., Di–So 11–19

Veranstaltungen:

Freitag, 5. Sep., 19 Uhr Einlass,

Dead vs. Alive Slam – Tote gegen

lebende Dichter, Carlshütte

Sonnabend, 6. Sep., Einlass ab 19 Uhr, Wolfram Huschke, Solokonzert mit Cello & Electric-Cello, Carlshütte
Sonnabend, 20.Sep., 11-24 Uhr,

NordArt - Lange Nacht der Lichter,
Führungen: 14, 19, 21 Uhr
Sonderprogramm und Catering in der Carlshütte ab 19 Uhr
Sonnabend, 20. Sep.,

Eversmiling Liberty
Eine Gospelmesse von Jens Johannsen und Erling Kullberg für Chor, Solisten und großer Gospelband in einer szenischen Aufführung. ACO Thormannhalle

Infos: www.kunstwerk-carlshuette.de

 

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