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Fussball : Eine Woche ohne Störfeuer beim RTSV

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost empfängt der Rendsburger TSV am Sonnabend den Gettorder SC (16 Uhr). Nach den turbulenten letzten Wochen verlief die Vorbereitung auf das Spiel ohne Störfeuer.

Nur nicht zu Saisonbeginn sich gleich im Tabellenkeller einnisten – das ist das Motto der drei Rendsburger Mannschaften in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost. Deshalb wollen der Rendsburger TSV, der Osterrönfelder TSV und Aufsteiger TuS Rotenhof ihr Punktekonto am 5. Spieltag weiter aufstocken. Der RTSV genießt Heimrecht gegen den Gettorfer SC, der Osterrönfelder TSV muss zum VfR Laboe und der TuS Rotenhof ist beim TSV Klausdorf zu Gast.

VfR Laboe – Osterrönfelder TSV (heute, 15 Uhr)

Mit sechs Punkten aus den ersten vier Saisonspielen ist Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann nicht unzufrieden, wenngleich er einräumt, dass „spielerisch noch viel Luft nach oben ist“. Letzteres sei allerdings der personellen Situation geschuldet. „Dass wir schon so früh in der Saison auf dem Zahnfleisch kriechen, ist natürlich bitter.“ Auch heute wird ihm fast wieder eine komplette Mannschaft fehlen. Dennis Kock, Sören Müller, Felix Weihmann, Lasse Reimer, Kevin Rathjen und Hannes Persecke sind verletzt oder noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, Eike Schneider ist privat verhindert, Lennart Halver und Dominik Sopha befinden sich noch im Ausland. „Das ist ein gehöriger Schlag ins Kontor. Viele von denen würden eigentlich in der Startelf auflaufen.“ Doch Jammern ist nicht Lehmanns Ding. „Es nützt nichts. Davon kommen die Leute auch nicht zurück. Wir werden trotzdem eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken.“ Und die soll nach den Wünschen des OTSV-Trainers etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen. „Aber einfach wird es nicht“, sagt Lehmann, wenngleich die Ergebnisse des vergangenen Spieltages etwas anderes vermuten lassen. Denn während sein Team den hoch gehandelten FC Kilia Kiel mit 3:2 bezwang, kassierte der VfR Laboe eine 0:7-Klatsche beim Gettorfer SC. „Davon sollten wir uns aber nicht blenden lassen. Zum einen war unser Sieg gegen Kilia mehr als glücklich, zum anderen werden die VfR-Spieler jetzt doppelt motiviert sein und sich ordentlich ins Zeug legen.“

TSV Klausdorf – TuS Rotenhof (heute, 15 Uhr)

Beim Blick auf die Tabelle würden dem TuS Rotenhof drei Punkte gut zu Gesicht stehen, zumal sich auch der heutige Gegner TSV Klausdorf mit nur drei Punkten aus vier Spielen überraschenderweise im Tabellenkeller aufhält, auch wenn TuS-Trainer Thomas Gosch die Rand-Kieler am Ende ganz woanders erwartet. „Ich habe sie unter der Woche beim Kreispokalspiel gegen den VfR Laboe (4:0, d. Red.) beobachtet. Das ist eine sehr spielstarke Truppe, die mit den torgefährlichen Yannik Imm und Marc Zeller nur schwer zu schlagen sein wird.“ Doch der TSV ist in dieser Saison offensichtlich keine Übermannschaft. Das 1:4 beim Eckernförder SV vom vergangenen Wochenende zeigt, dass das Team von Trainer „Miki“ Mladenovic bisher nicht das Leistungsniveau der Spielzeit 2013/14 erreicht hat. Zudem hat Gosch noch etwas festgestellt, was heute für einen möglichen Punktgewinn helfen könnte: „So nach 70 Minuten haben sie gegen den VfR konditionell abgebaut. Da gilt es voll da zu sein und immer wieder Nadelstiche zu setzen“, verrät Rotenhofs Übungsleiter. Damit diese Taktik allerdings aufgehen kann, muss seine Elf defensiv stabil stehen, und sie darf sich insgesamt keine längeren Schwächephasen erlauben. „Wir müssen so auftreten wie gegen die TSG Concordia Schönkirchen (1:2, d. Red.), nur mit dem Unterschied, dass wir vor dem Klausdorfer Kasten noch effizienter sein müssen“, sagt Gosch, der bei der Aufstellung erstmals in dieser Saison die Qual der Wahl hat und mit seinem hochmotivierten Kader dem Meisterschaftsmitfavoriten ein Bein stellen will.

Rendsburger TSV – Gettorfer SC (heute, 16 Uhr)

Nach den vielen Negativschlagzeilen der letzten Wochen soll beim Rendsburger TSV endgültig die Wende zum Besseren erfolgen. Ein erster Schritt wurde am vergangenen Spieltag mit dem 2:1-Erfolg beim TSV Kronshagen gemacht. „Die Busfahrt zurück war sehr angenehm und unter der Woche haben alle im Training ordentlich Gas gegeben. Es hat die letzten Tage richtig Spaß gemacht“, freut sich RTSV-Coach Stefan Waskönig über eine ruhige Woche ohne Störfeuer. „Auch wenn einige es sicherlich gerne anders gesehen hätten“, so Waskönig weiter. Einzig die Rote Karte gegen Bojan Grbavac aus dem Kronshagen-Spiel wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung und die damit verbundene Zwei-Spiele-Sperre passt da nicht so ganz ins Bild. „Keine Frage, gegen Gettorf hätte ich Bojan gerne dabei gehabt“, sagt Waskönig, der den heutigen Gegner mehrfach beobachtet hat und ihn als „sehr, sehr stark“ einschätzt. „Der GSC macht sich ja immer ein bisschen klein, aber die Gettorfer sind mittlerweile erwachsen geworden, wie das 7:0 gegen den VfR Laboe vom vergangenen Wochenende beweist. Mein Kollege Tim Rogge leistet dort sehr gute Arbeit.“ Vor allem ein Akteur im Gettorfer Dress hat es Waskönig angetan: Stürmer Yannik Wolf, der mit fünf Treffern die Torjägerliste anführt. „Auf ihn müssen wir besonders aufpassen“, fordert der RTSV-Coach, der bis auf Grbavac seine stärkste Elf auf den Rasen schicken kann. Erstmals im Kader der Rendsburger steht auch Thore Bannow, der vom SH-Ligisten PSV Neumünster an den Nobiskrug zurückgekehrt ist.

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erstellt am 30.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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