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Hilfe für Rendsburger : Eine Stiftung will Geld verschenken

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Stiftung Hospital zum Heiligen Geis bietet bedürftigen Rendsburgern Hilfe an / Anträge können formlos im Rathaus gestellt werden

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 08:55 Uhr

Rendsburg | Das Hospital zum Heiligen Geist gehört zu den Schmuckstücken in Rendsburgs Altstadt: Das sehenswerte Gebäude, das 1760 zunächst als Kaserne gebaut wurde, ist heute ein Seniorenheim, betrieben von der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie (NGD), die das Haus und Nebengebäude auf 99 Jahre gepachtet hat. Das Hospital am Schloßplatz ist ein Wahrzeichen der Stadt und weithin bekannt.

Fast unbekannt ist die Tatsache, dass hinter dem Hospital eine uralte Stiftung lange im Verborgenen wirkte. Jetzt aber tritt sie mit einer erstaunlichen Botschaft an die Öffentlichkeit. "Wir haben Geld und wollen es gemäß unserer Satzung ausgeben", sagt der Stiftungsvorsitzende Ralf Böge, der den Stand der Dinge zusammen mit seinem Vorgänger und jetzigen Stellvertreter Wolfgang Naber erläuterte. "Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke durch Förderung der Altenhilfe, insbesondere der Unterstützung hilfebedürftiger Personen in der Altenwohnanlage und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Rendsburg", heißt es in der Satzung. Tatsache ist, dass die Stiftung viele Jahre nahezu mittelos war und ihrem Stiftungszweck deshalb auch nicht nachkommen konnte. dass wurde der Vertrag mit der NGD geschlossen und nach einigen Jahren, in denen wegen hoher Investitionen in das Gebäude nicht gezahlt wurde, fließt jetzt Pachtins in die Stiftung. "Es handelt jährlich sich um einen fünfstelligen Betrag", sagte Böge. Ein Teil des Geldes wird sicherheitshalber für den Fall auf die hohe Kante gelegt, dass die Gesellschaft für Diakonie ihren Pflichten zum Erhalt des historischen Gebäudes aus irgendeinen Grund nicht mehr nachkommen kann. Aber es bleibt noch ein ansehnlicher Rest. "Damit unterstützen wir Senioreneinrichtungen beispielsweise bei Feiern, ermöglichen Bewohner einen Friseurbesuch oder andere Dinge, die das Leben ein wenig lebenswerter machen ", sagte Naber.

Dass sich das Geld auf dem Konto häuft, wollen die Vorstände nicht behaupten. Aber es sind durchaus Mittel vorhanden, die bereitgestellt werden können. "Es muss eine Hilfe für Rendsburger Bürger sein, die wirklich bedürftig sind und auch von keiner anderen Stelle Hilfe erwarten können", sagte Böge, "unsere Stiftung ist schließlich nicht dazu da, staatlichen Stellen die Arbeit abzunehmen und sie aus der Verantwortung zu entlassen."

Anträge auf Unterstützung können zunächst ganz formlos im Rathaus im Fachdienst Familie gestellt werden. Es ist nicht notwendig, dass die Antragsteller selbst sich melden, auch Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde können den Fall vortragen.

Böge und Naber weisen darauf hin, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die Stiftung hilft. Der Vorstand ist verpflichtet, zu prüfen, ob die Hilfe der Stiftungszweck entspricht. Ist das der Fall, steht einer Unterstützung eigentlich nichts mehr im Wege.

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