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American Football : Eine Show auf und neben dem Platz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die American Footballer aus Rendsburg haben eine eindrucksvolle Premiere gefeiert. In ihrem ersten Spiel der Vereinsgeschichte besiegten die Rendsburgs Knights die Nord Eastern Emmets aus Flensburg mit 35:0.

Er kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Und es waren nicht die sommerlichen Temperaturen, die bei Georg Ahrens für Gänsehaut sorgten. Mehr als ein Jahr lang hatten sich die Rendsburg Knights vorbereitet, gegen Widerstände von Behörden und Verbänden gekämpft, gegen Vorbehalte argumentiert und noch bis einen Tag vor dem ersten Pflichtspiel in der Vereinsgeschichte mit den am Nobiskrug konkurrierenden Fußballvereinen diskutiert. Aber die American Footballer ließen sich nicht beirren – und aufhalten ließen sie sich schon gar nicht. So kommentierte der 1. Vorsitzende des ersten Football-Clubs der Stadt noch vor dem Kickoff: „Das ist einfach nur geil.“ Ahrens freute sich in erster Linie für die Spieler. „Sie haben sich das verdient“, sagte er.

Mehr als 350 Zuschauer wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Und ganz nach US-amerikanischem Vorbild ließen es die Knights (Ritter) ordentlich krachen. Durch einen eigens aufgebauten Einlauftunnel bahnten sich die Spieler durch den künstlichen Nebel den Weg aufs Spielfeld. Das Musik-Corps Rendsburg hatte monatelang die passenden Titel einstudiert, um eine Atmosphäre zu schaffen, die in den USA beim College-Football üblich ist, wenn die Marching-Bands der Universitäten die Fans auf das Spiel einstimmen. „Wir haben immer gesagt, dass wir diese Geschichte so professionell wie möglich angehen wollen“ erklärte Ahrens.

Und die Show fand nicht nur abseits des Spielfeldes statt. Die Knights brannten gegen die North Eastern Emmets aus Flensburg auch ein sportliches Feuerwerk ab und schickten die Fördestädter mit 35:0 (6:0, 14:0, 21:0) chancenlos wieder nach Hause. „Das hatten wir nicht erwartet“, so Ahrens. Angeführt vom zumeist umsichtigen Quarterback Philipp Köpke, dem Spielmacher, und einem starken Sebastian Gotsch als Running Back feierten die Knights eine überaus erfolgreiche Premiere. Gotsch ist der Head Coach, aber auch als Ballträger auf dem Feld aktiv. Es war in erster Linie das Laufspiel, das die Punkte brachte und die kompakte Defensive, die die Flensburger Angriffsbemühungen zunichte machte. „Touchdown Knights“ – fünf Mal schallte es so über den Nobiskrug. Für jedes Erreichen der Endzone gibt es sechs Punkte, die im Anschluss durch einen Kick durch die Torstangen (ein weiterer Punkt) oder durch eine so genannte „Two-Point-Conversion“ (zwei Punkte) erhöht werden können. „Ich bin wunschlos glücklich. Es hat sich über ein Jahr gezogen, bis wir endlich antreten konnten. Und es hat sich wirklich gelohnt, dass wir so hart gearbeitet haben und das Team so intensiv trainiert hat. Alle haben gesagt, dass man mal abwarten muss, was so ein Rookie-Team (Neuling, d. Red.) kann. Aber jetzt haben wir allen gezeigt, was das Rookie-Team so drauf hat“, freute sich Gotsch über die gelungene Premiere. Am Ende ließen sich die Rendsburger Ritter vom begeisterten Publikum feiern und spätestens dann dürfte auch so mancher Spieler eine Gänsehaut gehabt haben. Das Grinsen konnte man jedenfalls sogar durch den Helm hindurch erkennen.

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