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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 16:29 Uhr

Eingeworfen : Eine richtige Entscheidung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein Kommentar zur Trainerposse in Kropp. Von Joachim Hobke.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 15:24 Uhr

Das Timing ist äußerst unglücklich. Es gibt einen besseren Zeitpunkt, als drei Tage vor dem Saisonstart den Trainer zu entlassen. Doch wenn es stimmt, was alles so im Umfeld der HSG Kropp/Tetenhusen über den geschassten Randolf Weyland kolportiert wird, dann war die Entscheidung per se richtig und konsequent. Denn ein Hinauszögern hätte noch weit mehr Schaden anrichten können. Allerdings müssen sich die Verantwortlichen um HSG-Leiter Jann Wichmann den Vorwurf gefallen lassen, warum sie nicht nähere Informationen über Weyland eingeholt haben, ehe sie ihn engagierten. Dann hätte man sich diese peinliche Posse ersparen können. Denn bei keiner seiner letzten Trainerstationen blieb der 60-Jährige bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Vielleicht haben sich die HSG-Verantwortlichen ja von der Tatsache blenden lassen, dass Weyland im Besitz der A-Lizenz ist. Doch ein Trainerschein gibt keine Auskunft über die menschlichen Qualifikationen des Inhabers. Und daran scheint es Weyland gemangelt zu haben. Hinzu kamen fachliche Defizite, die am Ende keinen anderen Entschluss als die Entlassung zur Folge hatten. Interimstrainerin Lena Leptien steht nun vor der undankbaren Aufgabe, eine völlig verunsicherte Mannschaft in kürzester Zeit für den Start in der vierthöchsten Spielklasse fit zu machen. Der ehemaligen Spielerin möchte man dabei viel Glück wünschen. Ebenso den HSG-Verantwortlichen bei der Suche nach einem neuen Trainer. Die Lehren werden sie hoffentlich aus der Vergangenheit gezogen haben und das nächste Mal genauer hinschauen, um sich eine weitere Peinlichkeit zu ersparen.

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