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Handball-SH-Liga der Männer : Eine perfekte erste Halbzeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer feierte die HSG Eider Harde einen 32:15-Kantersieg gegen die HSG Tills Löwen. Nach einer (fast) perfekten ersten Halbzeit führten die Gastgeber beim Seitenwechsel mit 15:4.

Wer am Sonnabend erst zur Halbzeit in die Werner-Kuhrt-Halle kam, fragte beim Blick auf die Anzeigetafel irritiert, ob diese defekt sei. Laut der Digitaluhr sollten die Handballer der HSG Eider Harde nach 30 Minuten mit 15:4 gegen Tills Löwen führen. Offensichtlich fehlte auf der Anzeige eine „1“. 15:14 hätte es wohl heißen müssen. Da das Scoreboard der Hohner Halle jedoch ein Inbegriff der Zuverlässigkeit ist, wurde aus dem Zweifelnden schnell ein ungläubig Staunender. Tatsächlich lag der Tabellenzweite der SH-Liga gegen die Spielgemeinschaft aus Ratzeburg und Mölln mit 15:4 vorne. Ein selten gesehenes Zwischenergebnis. Erstaunlich: Die HSG kassierte vor dem Seitenwechsel nur ein Feldtor, die anderen drei Gegentore resultierten aus Siebenmetern. Am Ende gewann Eider so souverän wie wahrscheinlich noch nie mit 32:15.

Von wegen bissige Löwen, die abstiegsbedrohten Gäste erwiesen sich an diesem Tag als harmlose Schmusekätzchen. 8:1, 11:2, 24:7, 28:11 – der Gegner konnte dem neutralen Zuschauer Leid tun. Selbst Till Eulenspiegel, Namenspatron der Gäste und vermutlich bekanntester Narr der Welt wäre das Lachen angesichts der Mega-Klatsche vergangen.

Die erste gute Nachricht des Tages erreichte die HSG schon vor Anpfiff. Lokalrivale HSG Schülp/Westerrönfeld/RD schlug Tabellenführer HSG Ostsee knapp, aber verdient mit 29:28 (siehe Bericht oben). Damit hat Eider im Titelrennen wieder alle Trümpfe in eigener Hand, könnte mit einem Heimsieg in zwei Wochen gegen Ostsee an die Tabellenspitze klettern. Dann wird hoffentlich Spielmacher Jörg Gosch wieder mitmachen können, der am Sonnabend mit Rückenschmerzen passen musste.

Doch auch ohne den Kapitän führte das Team „Tills Kätzchen“ am Nasenring durch die Manege. Jannik Oettershagen vertrat den Routinier auf der Mitte-Position blendend. Zwischen den Pfosten hielt Keeper Jannik Severin (fast) alles, was auf seinen Kasten geflogen kam. Unterstützt wurde er dabei von einer Abwehr, die man besser nicht spielen kann. „Unsere Deckungsleistung war in der ersten Halbzeit bombe. Man muss aber auch sagen, dass der Gegner einen richtig schlechten Tag erwischt hatte“, resümierte Eider-Trainer Thomas Carstensen ehrlich. Vorne zerlegte der HSG-Angriff die Abwehr der Gäste in ihre Einzelteile. Philip Meyer erhielt auf Halbrechts viele Spielanteile. Er machte seine Sache mit vier Toren gut. Eike Möller, mit Leistenproblemen leicht angeschlagen, konnte geschont werden. Eine weitere Erkenntnis: Das neue Duo auf Rückraum Links, Jannek Brown und Janek Fisch, funktioniert nach nur zwei Pflichtspielen schon extrem gut. Carstensen hatte nichts zu kritisieren. Außer vielleicht, dass seine Mannschaft locker 40 Tore hätte werfen können.

HSG Eider Harde: Severin, Dobratz – Oettershagen (5/1), Ketelsen (1), Oeltjen (6), Möller (5), Hohnsbehn (2), Brown (2), Bendixen, Meyer (4), Behmer (2), Fisch (5).

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