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1. Basketball-Regionalliga : Eine Niederlage zum Vergessen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 1. Basketball-Regionalliga kassierte der BBC Rendsburg in eigener Halle gegen den VfL Stade eine 52:72-Niederlage. Zu allem Unglück verloren die Twisters auch noch Abdulai Abaker mit einer Schulterblessur.

Die Temperaturen in Rendsburg pendelten sich am Vorabend des 2. Advents um den Gefrierpunkt ein. Die Twisters versäumten es, ihren 268 Basketballfans in der Herderschule ordentlich einzuheizen. Stattdessen wurden die Besucher nach einem unansehnlichen 52:72 (14:13/28:39/37:51) gegen den favorisierten VfL Stade in die kalte Nacht entlassen. Nach der dritten Heimniederlage nacheinander rutschte der BBC auf den vorletzten Tabellenplatz in der 1. Regionalliga ab.

Überschattet wurde die fünfte Saisonniederlage von der Verletzung von Abdulai Abaker. Der Aufbauspieler kugelte sich nach einem Zusammenprall mit dem überragenden Spanier Damian Rey (24 Punkte in knapp 24 Minuten) die Schulter aus und kam nach der Pause nicht mehr wieder. Bis dato konnten die Twisters mithalten. Als Neuzugang Thorben Haake mit einem Dreier das zwischenzeitliche 21:15 (12.) erzielt hatte, schien der dritte Heimsieg in Folge gegen Stade im Bereich des Möglichen. Doch dann häuften sich bei den Gastgebern die Fehlwürfe. „Unterirdisch“, nannte Kapitän Morris Brodersen die Freiwurfquote von 40 Prozent. Nur zwölf der 30 Versuche landeten im Korb. „Dadurch raubst du dir das Selbstvertrauen“, sagte auch Twisters-Headcoach Bjarne Homfeldt, der dem Spielfazit „hinten top, vorne flop“ zustimmte. Die starke Defensive hielt die Rendsburger überhaupt noch im Spiel (23:25, 15.). Selbst in der 33. Minute, nachdem im dritten Viertel nur neun Punkte gelungen waren, betrug der Abstand lediglich zehn Punkte (43:53). Doch irgendwie hatte keiner in der Halle, der es mit den Twisters hielt, das Gefühl, dass eine Überraschung gelingen könnte. Dass kein Funke zu den Fans übersprang, kreidete Homfeldt seinem Team an: „Das hätten wir uns selbst verdienen müssen.“ So litten die Twisters-Anhänger vornehmlich bei den vergebenen Freiwürfen – Sven Gottschalk warf in acht Versuchen gleich sieben Fahrkarten – mit. Aber auch viele Bälle tanzten auf dem Ring, ohne jedoch in den Korb zu fallen. „Wir hatten viele Würfe, die man treffen kann, die wir aber nicht getroffen haben“, sagte Homfeldt, der seine Emotionen unmittelbar nach der Niederlage in Worte packte: „Es fühlt sich schlechter an als es wahr.“ Auch Brodersen sprach von einem „ordentlichen Spiel in der Defensive“, machte neben der Wurfschwäche und dem Hadern mit den Entscheidungen der Unparteiischen auch den Ausfall von „Abu“ Abaker für die Niederlage verantwortlich: „Im Unterbewusstsein spielt so ein Verlust natürlich mit.“

Nach dem 9:0-Lauf der Stader auf 62:43 (36.) ließ Homfeldt im Schlussviertel die Jugend ran. Speziell Jakob Menges wusste zu gefallen. Der 17-Jährige durfte neun Minuten aufs Feld, traf einen Dreier und leistete zwei Assists. VfL-Coach Nemo Weber sprach von einem „zähen Spiel“, das „nichts für die Zuschauer“ war. Er freue sich über den Premierensieg in Rendsburg zu Zeiten der 1. Regionalliga: „Da nehme ich es in Kauf, dass es kein schönes Spiel war. Wir hatten die breitere Bank.“


BBC Rendsburg: Menges (3/1x3), Abaker (1), Hillner (6/2x3), Gottschalk (1), Sopha (4), Collins (12), Rixen (2), Kleveman (2), Geist (12), Brodersen (6/2x3), Haake (3/1x3), Daugs.

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