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Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 06:10 Uhr

Storchennest : Eine neue Heimat für Adebar

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das wird eine spannende Zeit für die Kinder aus der „Rappelkiste“. Denn in Sichtweite des Bovenauer Kindergartens ist ein Mast mit einem Storchennest aufgestellt worden. Ob jetzt auch Störche kommen, um dort zu brüten, ist noch ungewiss.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 18:25 Uhr

Wenn die Störche in den kommenden Wochen aus ihren afrikanischen Winterquartieren nach Norddeutschland zurückkehren, werden sie zumindest im Kreis Rendsburg-Eckernförde aus einem breiten Angebot an „Wohnungen“ wählen können. 120 Nester stehen im Kreisgebiet bereit – viel mehr als benötigt werden. Und dennoch kamen jetzt zwei weitere Domizile hinzu. Eines davon wurde von den Bovenauer Jägern hinter dem Bürgerzentrum „Uns Huus“ errichtet.

Das neue Zuhause für Adebar befindet sich in Sichtweite der Kita „Rappelkiste“. Die Chance, dass das Nest von heimkehrenden Störchen bezogen wird, liegt allerdings nur bei knapp 25 Prozent. Kreisweit waren im vergangenen Jahr 28 Nester belegt, allerdings konnten 23 Storchenpaare Nachwuchs in die Welt setzen.

Der fast zehn Meter hohe Mast mit einer Plattform an der Spitze wurde von dem Energieversorger Eon Hanse zur Verfügung gestellt. Der Lohnunternehmer Peter Baasch unterstützte die Aktion mit schweren Maschinen. Denn zum Ausheben der Grube für den Mast kam ein Bagger zum Einsatz. Mit dessen Ausleger wurde dann auch der Betonmast in die Senkrechte gebracht. Zuvor hatte der Jäger Günter Pede einen geflochtenen Holzkorb auf die Plattform geschraubt. Der Korb war von den Helfern mit Reisig umwickelt worden.

Hartmann Schlender, der seit drei Jahren der Storchenbeauftragte des Naturschutzbundes (Nabu) im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist, stand den Jägern bei ihrem Vorhaben mit fachlichem Rat zur Seite. Für den Standort in der Nähe des Kindergartens hofft er nun, dass ein Storchenpaar Gefallen daran findet. „Für die Kinder wäre das auf jeden Fall sehenswert.“

Für ihn als Storchenbeauftragten sei es die wichtigste Aufgabe, die Jungvögel mit einem Erkennungsring zu versehen. Dann könne man die Winteraufenthalte ermitteln und die Zugwege verfolgen. Schlender wies darauf hin, dass die aufgestellten Nester immer wieder gepflegt werden müssen. „Spätestens nach fünf Jahren müssen sie saniert werden, und das geht nicht ohne einen Hubsteiger.“

Die Bovenauer Jäger stellten am Wochenende noch ein zweites Nest auf, und zwar auf der „Jägerwiese“ am Horster Weg. Jetzt warten alle gespannt, ob sich in den nächsten Wochen Störche am Himmel über Bovenau zeigen. Und die Kinder aus der „Rappelkiste“ werden die Augen besonders aufhalten.

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