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Hohenwestedt : Eine Million für Klärwerkserweiterung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gemeindewerke Hohenwestedt investieren in die Zukunft. Gerüstet für 11 500 Einwohnergleichwerte.

Eine Million Euro haben die Gemeindewerke Hohenwestedt in die Erweiterung des Klärwerks im Ortsteil Glüsing investiert. Durch vielfältige Baumaßnahmen wurde die Kapazität der Anlage um mehr als 25 Prozent gesteigert: von 8800 auf neuerdings 11  500 Einwohnergleichwerte. „Durch diese Erweiterung können wir hinsichtlich unserer Einwohnerzahl nun noch deutlich weiter wachsen und ebenso zusätzliche Gewerbebetriebe auffangen“, sagte Projektmanager Jan Butenschön von den Gemeindewerken. „Wir werden zudem in Zukunft enorme Kosten bei der Klärschlamm-Abfuhr und -Entsorgung einsparen“, ergänzte Bürgermeister und Gemeindewerke-Aufsichtsrats-Chef Holger Bütecke. Diese Einsparungen werden möglich durch eine neue Klärschlammpresse, die als Herzstück des Erweiterungskonzepts fungiert. Diese Presse sorgt für eine hochgradige Komprimierung des Schlamms, wodurch die zu entsorgenden Mengen deutlich reduziert werden.

„Mit dieser Form der Klärschlammbehandlung vollzieht die Gemeinde Hohenwestedt einen zukunftsweisenden Schritt“, erklärte Alexander Schulz-Pflugbeil vom Ingenieurbüro Enwacon mit Blick auf die Klärschlammverordnung der Bundesregierung, die ein Verbot der landwirtschaftlichen Ausbringung von Klärwerksschlamm bis 2025 vorsieht. Außer einer Lagerhalle für den gepressten Schlamm mussten für die Kapazitätserweiterung keine weiteren neuen Bauwerke errichtet werden.

„Wir haben die vorhandenen Reaktoren ertüchtigt und darüber hinaus einen Klärschlammbehälter zu einem zusätzlichen Reaktor umfunktioniert“, erläuterte Gemeindewerke-Geschäftsführer Kay Fischer, „alles hat so geklappt wie geplant, die Anlage bringt die erwartete Leistung, und wir haben es auch geschafft, das vorgesehene Kostenvolumen einzuhalten.“ Am 5. Juni 2014 hatte die Gemeindevertretung grünes Licht für Gesamtbaukosten von 1  040  000 Euro gegeben. Tatsächlich hat die nun von der unteren Wasserbehörde des Kreises abgenommene Klärwerkserweiterung laut Fischer 983  000 Euro gekostet.

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