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Hohenwestedt : Eine Drehleiter für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die neue Drehleiter für die Feuerwehr kostet die Gemeinde 630000 Euro. Bis zur Auslieferung wird es wohl noch ein Jahr dauern.

Einstimmig hat der Gemeinderat am Donnerstagabend die Anschaffung eines Drehleiter-Fahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Hohenwestedt beschlossen. Das sogenannte Hubrettungsgerät kostet etwa 630 000 Euro und wird zu 50 Prozent vom Kreis Rendsburg-Eckernförde bezuschusst. „Diese Drehleiter wird für mehr Sicherheit für alle sorgen“, sagte Wehrführer Thorsten Müller, nachdem 30 seiner Kameraden den einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung im Ratssaal beklatscht hatten, „wir können mit diesem neuen Fahrzeug leben, und wir wollen auch damit leben!“

Seit mehr als fünf Jahren war in den zuständigen Ausschüssen der Gemeinde Hohenwestedt bereits über den Erwerb eines Hubrettungsgeräts debattiert worden. „Wesentlicher Diskussionspunkt war immer die Frage, ob die Gemeinde unter der Berücksichtigung der Vorschriften des Brandschutzgesetzes und der Landesbauordnung zur Anschaffung verpflichtet sei“, erläuterte Bürgermeister Holger Bütecke. „Das Einsatzgeschehen in Hohenwestedt aber auch im Amt Mittelholstein hat zwischenzeitlich mehrfach die Sinnhaftigkeit einer entsprechenden Anschaffung belegt“, so Bütecke, „gerade der letzte große Einsatz in der Güterstraße hat sehr eindrucksvoll gezeigt, dass nur durch die Inanspruchnahme entsprechender Geräte deutlich größere Schäden verhindert werden konnten.“

Am 12. Juli war mitten in Hohenwestedt ein Landhandelsunternehmen abgebrannt, und zur effizienten Brandbekämpfung hatte man auch eine Drehleiter aus Itzehoe und einen Gelenkmast aus Rendsburg anfordern müssen (wir berichteten). Für den hohen Kreiszuschuss (50 statt der üblichen 20 Prozent) habe sich Kreiswehrführer Mathias Schütte in besonders engagierter Weise stark gemacht, vermerkte Carsten Wiele (CDU), der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten. Die Finanzierung des eigenen Anteils an der Drehleiter (315 000 Euro) will die Gemeinde durch einen Kredit (250 000 Euro) und Eigenmittel (65 000 Euro) bewerkstelligen. Europaweite Ausschreibung plus Lieferzeit werden voraussichtlich insgesamt etwa ein Jahr dauern.

Am kommenden Montag werden die Bauarbeiten im Conradiring wieder ausgenommen. Nach einem Hinweis der Bauberufsgenossenschaft hatten die Sanierungsarbeiten eine Woche lang gestoppt, um Luftbildaufnahmen von Hohenwestedt zu sichten. Die Gemeinde liegt nämlich in einer Schneise Richtung Kiel, in der im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen wurden. „Die Luftbildauswertung hat ergeben, dass es bei uns keine Bombentrichter gibt“, konnte der Bürgermeister mitteilen, „seit heute haben wir die Freigabe – also können wir im Conradiring wieder frei buddeln.“

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erstellt am 11.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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