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Basketball-Regionalliga : Eine Demonstration der Stärke

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Topspiel der 2. Basketball-Regionalliga Nord fegen die Rendsburg Twisters Verfolger Bergedorf mit 103:53 aus der Halle und sind so gut wie Meister.

Die Sieger genossen die stehenden Ovationen in vollen Zügen. Minutenlang feierten die 527 Zuschauer am Samstagabend in der Sporthalle der Herderschule die Twisters Rendsburg. Mit einem furiosen 103:53 (25:15, 48:17, 78:34)-Erfolg über den Tabellenzweiten und ärgsten Verfolger TSG Bergedorf machten die Twisters vor der Rekordkulisse einen vorentscheidenden Schritt auf dem Weg zum Titel in der 2. Basketball-Regionalliga Nord. Sechs Spieltage vor Saisonende führen die Rendsburger die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf die TSG an. „Das war eine tolle Leistung von den Twisters. Die Atomsphäre in der Halle war großartig. Basketball ist für Rendsburg ein sehr guter Imageträger“, war auch Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast, der zum zweiten Mal in dieser Saison einem Twister-Spiel besuchte, von der Gala der Hausherren restlos begeistert.

Der Spitzenreiter bot die mit Abstand beste Saisonleistung und demonstrierte eindrucksvoll seine Stärke. Der Tabellenzweite wurde förmlich an die Wand gespielt und hatte nicht den Hauch einer Chance. „Dass wir Bergedorf so klar beherrschen, damit habe ich nicht gerechnet. Wir haben uns auf dieses Spiel aber auch sehr intensiv vorbereitet. Dass dann alles vor dieser großartigen Kulisse so umgesetzt werden konnte, war einfach toll“, fand Mannschaftskapitän Morris Brodersen nur lobende Worte. Er selbst hatte dazu viel beigetragen. In Zusammenarbeit mit Max Hillner verurteilte er Bergedorfs ungarischen Spielmacher Tamas Markus fast zur Bedeutungslosigkeit. Beide zählten mit 15 Punkten (Brodersen) und 16 Punkten (Hillner) neben dem wieder einmal überragenden Aufbauspieler Devon Atkinson (19 Punkte) zudem zu den besten Werfern der Twisters. Einmal mehr trug auch die Kulisse ihren Teil dazu bei, dass es eine in dieser Form überraschende Gala wurde.

Allerdings begannen die Twisters in den ersten zwei Minuten etwas nervös im Angriffsspiel. Dafür aber funktionierte die Abwehrarbeit auf Anhieb und verursachte bei Bergedorf schnell Ballverluste, die die Twisters in leichte Punkte umsetzen konnten. „Wir haben in der Defensive viel Druck ausgeübt. Da hatte Bergedorf Probleme. Alle haben sich immer gegenseitig geholfen“, war für Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt das die Basis für dieses Topergebnis. Für ihn war die Vorstellung seiner Jungs „einfach Wahnsinn. Ich war vor dem Spiel absolut zuversichtlich. Dass es am Ende so glatt laufen würde, habe ich dann doch nicht erwartet.“ In einen wahren Rausch spielten sich die Twisters im dritten Viertel, das sie mit 30:7 (!) gewannen – die TSG-Spieler verkamen zu Statisten. „Im Hinspiel war Bergedorf im dritten Viertel richtig stark. Doch da haben wir diesmal nichts zugelassen. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass wir deutlich gewinnen“, meinte Homfeldt.

Imponierend beim Spitzenreiter war die breite Bank. Wen Homfeldt auch immer aufs Parkett schickte, alle waren sofort im Spiel. Die Ausgeglichenheit des Tabellenführers wird auch an den Punktzahlen deutlich. Alle eingesetzten zwölf Spieler trafen. Bei der TSG gingen vier von elf Akteuren hingegen leer aus. Einzig Laimonas Kubickas (13 Punkte) und Center Tobias Lange (11 Punkte) trafen zweistellig. Das war einfach zu wenig, um gegen die wie entfesselt aufspielenden Rendsburger zu bestehen. „Die starke Bank der Twisters und die Überlegenheit im Reboundspiel waren ausschlaggebend für den klaren Sieg“, räumte TSG-Trainer Bernardo Velarde uneingeschränkt ein. Für Twisters-Ass Atkinson war es eine ganz starke Teamleistung. „Only great – einfach großartig“, meinte der stets gut gelaunte US-Boy. Nach diesem grandiosen Sieg dürfte seine Gemütsverfassung noch um einiges besser sein.

Twisters Rendsburg: Atkinson (19/1x3), Basylev (9/1x3), Brodersen (15/2x3), Brunk (4), Haase (3/1x3), Hamza (1), Hillner (16/4x3), Rinner (5/1x3), Rohwer (14), Schmitt (1), Weißbach (11), Witt (5/1x3).

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