Einbruchsserie in Hanerau-Hademarschen

Die Täter knackten das Büro-Schloss mit roher Gewalt.
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Die Täter knackten das Büro-Schloss mit roher Gewalt.

shz.de von
30. Januar 2015, 11:57 Uhr

Unbekannte Täter treiben derzeit ihr Unwesen in Hanerau-Hademarschen. Innerhalb von einer Woche hat es dort drei Einbrüche gegeben. Betroffen sind sowohl der kommunale und der kirchliche Kindergarten als auch das Gemeindehaus. Die Kriminalpolizei Rendsburg ermittelt.

Die Stoffe waren schon ausgesucht, Anfang kommender Woche sollte die neue Kuschelecke im evangelischen Kindergarten „Kirchenmäuse“ in Hanerau-Hademarschen eingerichtet werden. Doch daraus wird vorerst nichts. Einbrecher sind in der Nacht zu gestern durch das Fenster des Büros der Einrichtung eingestiegen und haben die Kasse mit dem dafür vorgesehenen Spendengeld von 600 Euro gefunden und geknackt. „Wir bewahren nie Geld in der Einrichtung auf. Nur weil es in diesem Fall konkret mit dem Einkauf losgehen sollte, war es noch im Büro“, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Stefanie Sievers. Auch bei den Schließfächern der Mitarbeiter machten sich die Täter zu schaffen. Auf dem Boden verstreute Unterlagen und aufgeschlagene Akten lassen darauf schließen, dass darin geblättert wurde.

Einige Tage zuvor wurde bereits in das Kirchengemeindehaus und in den Anbau der St.-Severin-Kirche eingebrochen sowie in den kommunalen Kindergarten an der Straße „Im Kloster“. Der Tatzeitraum liegt zwischen Freitag, 23. Januar, und Montag, 26. Januar. Bei der Kirchengemeinde wurden der neue Dienstrechner im Wert von 700 Euro, Briefmarken und ein Datensicherungs-Stick entwendet. Im kommunalen Kindergarten gab es bis auf die Einbruchschäden keine weiteren Verluste, nur bei der im selben Gebäude befindlichen Bücherei im Museumsbereich wurde das Wechselgeld gestohlen. „Bis auf die ärgerlichen Schäden sind wir verschont geblieben“, erklärte die Leiterin des kommunalen Kindergartens, Katrin Baade.

„Der Verlust des Dienstrechners und der Briefmarken ist schon sehr ärgerlich, aber besonders schlimm finde ich den Verlust des Geldes, das für die Kinder der Einrichtung vorgesehen war“, erklärt Pastorin Diana Krückmann. Sie geht nicht davon aus, dass die Taten zusammenhängen, da die Heransgehenweise ihr zufolge unterschiedlich war. Die Polizei hat dazu jedoch noch keine Erkenntnisse gewonnen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Rendsburg unter Tel. 0  43  31/20  84  05 entgegen.

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