Fockbek : Einbruchsserie in Fockbek: Seit April bereits 20 Taten

Durch die Nebentür gelangten die Einbrecher ins Haus von Lars Zeruhn.
Durch die Nebentür gelangten die Einbrecher ins Haus von Lars Zeruhn.

Die Polizei ermittelt und spricht von einer leicht erhöhten Zahl an Einbrüchen. Die Täter steigen oft in Einfamilienhäuser ein.

shz.de von
26. Juni 2014, 08:00 Uhr

Sie waren gerade im Kurzurlaub auf dem Campingplatz Booknis, als sie per Anruf davon erfuhren, dass bei ihnen eingebrochen wurde. Beim Haus von Lars und Jeanette Zeruhn in Fockbek probierten es die Eindringlinge erst an der Terrassentür, dann am Küchenfenster. Letztlich gelangten sie über die Nebentür hinein. „Die müssen Zeit gehabt haben“, sagt Lars Zeruhn.

Die Zeruhns sind nicht die einzige Familie in Fockbek, deren Zuhause jüngst von Einbrechern heimgesucht wurde. Insgesamt 20 Taten hat die Polizei seit April dieses Jahres in der Gemeinde verzeichnet und spricht von einer leichten Erhöhung. „Natürlich ermittelt die Kriminalpolizei. Das ist eine Zahl, mit der wir definitiv nicht zufrieden sind“, betont Polizei-Sprecher Rainer Wetzel. Zu näheren Ermittlungsdetails möchte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.

Gerade in Gegenden mit viel Einfamilienhaus-Bebauung und nahe der Bundesstraßen und Autobahnen scheinen die Täter derzeit wieder aktiver zu sein. In Jagel im Kreis Schleswig-Flensburg kam es zum Beispiel über die Pfingstfeiertage zu einer Einbruchserie, dort haben sich mittlerweile sogar einige Bürger zu einer „aufmerksamen Nachbarschaft“ zusammengeschlossen.

Noch aufmerksamer als zuvor sind jetzt auch die Zeruhns, die den Schock jedoch erst einmal verdauen müssen. „Eigentlich haben wir es ganz gut verkraftet, auch unser neunjähriger Sohn. Sogar seine Spardose haben die Einbrecher geleert“, erzählt Zeruhn. Die Täter öffneten alle Schränke, durchwühlten alte Geburtstagskarten, um dort eventuell noch Bargeld zu finden. Um nicht ständig an die Tat erinnert zu werden, hat die Familie die ärgsten Schäden beseitigt, einige neue Möbel gekauft, andere umgestellt, ein bisschen neue Farbe an die Wände gebracht. Ein komisches Gefühl bleibe aber dennoch, sagt Lars Zeruhn, der mittlerweile noch genauer hinschaut, wenn fremde Autos vorbeifahren. Ein Rat, den auch Rainer Wetzel gibt. „Zudem sollten Türen und Fenster bei Abwesenheit gut verschlossen werden. Und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die 110 wählen, wenn einem etwas Verdächtiges auffällt.“ Nachbarn von Zeruhn haben sich auf Grund der Vorfälle jüngst auch Alarmanlagen für ihre Häuser zugelegt.

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