Rendsburg : Einbrecher haben wieder Saison

Ein Lichtblick: Die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche im Kreisgebiet ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen.
Ein Lichtblick: Die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche im Kreisgebiet ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen.

Die Sonne verschwindet – die Gauner kommen. Die Polizei im Kreisgebiet warnt allerdings vor Panikmache.

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21. Oktober 2018, 18:26 Uhr

Sie ist wieder da. Nach einem endlos scheinenden Sommer mit ebenso endlos scheinenden Tagen bricht nun die Jahreszeit heran, in der sich die Sonne – wenn überhaupt – nur noch für wenige Stunden zeigt. Damit übergibt sie der Dunkelheit das Zepter. Die Folge: Wohnungseinbrüche steigen rapide an.

Die positive Nachricht vorweg: Laut Kriminalstatistik der Polizei erreichte die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr im Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Tiefstand seit 2008. Und bis jetzt stimmt auch die Polizei-Statistik für das laufende Jahr optimistisch: „In 2018 sind die Zahlen weiter rückläufig“, sagt Polizeipressesprecher Sönke Hinrichs. „Unsere Vorgangserfassung weist von Januar bis September 2018 insgesamt 234 Wohnungseinbrüche im Kreisgebiet aus – inklusive der Versuche.“ Aber Hinrichs warnt auch: „Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür. Mit einer Zunahme der Einbrüche muss gerechnet werden“.

Landesweit hat sich dieser Trend bereits abgezeichnet. So berichtete jetzt die Landespolizei von einem Anstieg der Wohnungseinbrüche zum Ende dieses Sommers. „Während die Zahl der Einbrüche im Mai mit 235 den niedrigsten Stand der vergangenen Jahre aufwies, wurde im September die Fallzahl von 300 Einbrüchen erreicht“, heißt es aus Kiel.

Moderne Alarmanlagen und ausgeklügelte mechanische und elektronische Sicherungstechnik machen den Langfingern das Leben zwar schwerer, sagt Sönke Hinrichs, „aber auch Einbrecher stellen sich darauf ein.“

Bei ihren nächtlichen Beutezügen sind die Räuber nach wie vor auf „günstige Gelegenheiten“ angewiesen, so Hinrichs. Darum lautet sein Appell: „Schützen Sie Ihr Eigentum, machen Sie es dem Einbrecher so schwer wie möglich“.

Die schlechte Nachricht: Einbrecher benötigen nur wenige Minuten, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und den Familienschmuck zu mopsen. Darum rät der Polizeisprecher des Kreises: „Verschließen Sie Türen und Fenster auch bei kürzester Abwesenheit.“ Und auch die bereits erwähnten modernen Warn- und Sicherungssysteme leisten ihren Beitrag zum Schutz der Privatsphäre. Bei längerer Abwesenheit etwa helfen Zeitschaltuhren und Lichtsensoren dabei, die eigene Wohnung bewohnt wirken zu lassen. Nachbarn erfüllen diese Funktion aber auch, etwa indem sie den Briefkasten am Überqillen hindern, ab und zu die Rolläden bewegen und das Licht in der Wohnung unregelmäßig an- oder ausschalten.

Das Fazit: Zwei Frühwarnsysteme bleiben unschlagbar – eine funktionierende Nachbarschaft und Wachsamkeit. „Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft und scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen“, rät so auch die Landespolizei in Kiel.

Weitere Sicherheitstipps gibt es im Internet unter www.polizei.schleswig-holstein.de, unter www.polizei-beratung.de oder bei jeder Polizeidienststelle.

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