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Aus der Jugendredaktion : Einblicke in den Arbeitsalltag

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vier Schüler des Gymnasiums Kronwerk berichten von ihren Wirtschaftspraktika.

Särge vorbereiten, Schaufensterpuppen dekorieren oder Homepages basteln: 65 Schüler des Gymnasiums Kronwerk erhielten während ihrer Wirtschaftspraktia in verschiedene Berufe einen Einblick. Die Jugendlichen lernten dabei die gesamtwirtschaftliche Organisation, Arbeitsprozesse, Management sowie Zukunftsperspektiven des Unternehmens kennen. Die Jugendredaktion hat vier Schüler über ihre Erfahrungen während des Praktikums befragt.

Die 17-jährige Hanna Sieh-Petersen hat ein sehr abwechslungsreiches Wirtschaftspraktikum hinter sich. „Die Zeit bei der ACO Severin Ahlmann GmbH hat mir gezeigt, dass es viele verschiedene und zugleich interessante Berufe gibt. Auch wenn ich nach der Schule gerne in die medizinische Richtung gehen möchte, habe ich doch einiges an Erfahrungen aus einem derart großen Konzern mitgenommen. In den ersten Tagen habe ich die Fertigung besichtigt, danach die verschiedenen Büro-Abteilungen wie Vertrieb, Einkauf und Buchhaltung.“ Zwei Wochen sind Hanna allerdings zu knapp: „Manchmal hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, um die Fülle an Informationen aufzunehmen. Insofern wären drei oder vier Wochen wünschenswert, um nach einem Einblick noch Schwerpunkte legen zu können. Dennoch ist das Praktikum – besonders für diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie nach der Schule machen wollen – eine gute Sache.“

Man könnte meinen, Hendrik Langner habe sich den wohl ungewöhnlichsten Praktikumsplatz ausgesucht. Der 18-jährige verbrachte eine Woche bei dem Bestattungsunternehmen Spoida. Doch die Beweggründe sind familiär bedingt: „Zu Hause erzählt mein Vater viel über seine Arbeit im Bestattungswesen und da war mein Interesse geweckt, selbst einmal zu schauen, wie so ein Unternehmen überhaupt funktioniert. In meiner Arbeitszeit von 8 bis 16 Uhr war es hauptsächlich meine Aufgabe, Verstorbene zu überführen, Särge vorzubereiten und Trauerfeiern zu besuchen.“
Die erste Woche verbrachte Hendrik bei der Volksbank-Raiffeisenbank in Osterrönfeld. Dabei hat er Vorträge gehört und Projekte erstellt. „Auch wenn beide Praktika sehr interessant waren, würde ich für meinen Lebensweg eher zu einer Bank tendieren, da die Arbeit als Bestatter teilweise belastend ist.“

„Mit dem Praktikum wollte ich Einblick in den Yachtbau gewinnen“, erzählt der 18-jährige Luca Biemann vor der Werft Nobiskrug GmbH. Während des Praktikums war Luca in der Abteilung Projekt-Management und Marketing tätig. Seine Hauptaufgabe bestand in der Gestaltung einer neuen Website der Werft. „Es ist ein toller Arbeitsplatz hier. Die Mitarbeiter sind sehr nett und hilfsbereit und besonders die Führung über eine der Yachten sowie eine Besichtigung der Werft in Kiel waren höchst interessant. Ich könnte mir auch vorstellen, in diesem Gewerbe zu arbeiten.“ Über seinen weiteren Werdegang ist sich Luca noch nicht sicher. Ein Wirtschaftsstudium kann er sich jedoch sehr gut vorstellen. Das Wirtschaftspraktikum hält Luca für sinnvoll: „Man baut früh Verbindungen zu einem Unternehmen auf. Das kann später von Vorteil sein und man erhält Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten oder duale Studiengänge. In der Oberstufe setzt man für sich ganz andere Schwerpunkte als beim Praktikum im 9. Jahrgang und nimmt wesentlich mehr auf.“

Julia Fels (18) verbrachte die zwei Wochen beim Modehaus I.D. Sievers in der Dekorations-Abteilung. „I.D. Sievers ist in der Nähe der einzige Betrieb, der eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing beziehungsweise Dekorateurin anbietet. Da ich nebenberuflich bereits im Verkauf tätig bin, hatte ich mich für diese Abteilung beworben.“ In dieser Funktion war sie für die Schaufenster, Puppen und Schilder mitverantwortlich. Julias Arbeitstag lief wie folgt ab: „Zuerst in den Schaufenstern überprüfen, ob alles richtig steht und eventuelle Korrekturen vollziehen. Wird ein Schaufenster nach einiger Zeit geändert, müssen Tapeten ausgetauscht und eventuelle Spezialwünsche wie berücksichtigt werden. Schließlich erfolgt die eigentliche Dekorationsarbeit.“

Für ihre Zukunft wünscht sich Julia einen Beruf als Designerin. „Hauptsache, es handelt sich um etwas Kreatives.“ Um dafür frühzeitig Erfahrungen zu sammeln, möchte sie in den Sommerferien ein Praktikum als Grafikdesignerin machen.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 11:26 Uhr

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