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Kreis Rendsburg-Eckernförde : Ein Winterdienst ohne Winter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

An den Kreisstraßen steht derzeit vor allem die Gehölzpflege auf dem Programm der Straßenmeistereien. Schon jetzt ein Drittel weniger Räum- und Streu-Einsätze.

Es ist ein Winter ganz im Dienste des Winterdienstes. So wenig wie in den vergangenen Monaten hatten die Fahrer der Räum- und Streufahrzeuge und die anderen Winterdienst-Mitarbeiter in der jüngeren Vergangenheit wohl nur selten zu tun. Das spart auch im Kreis Rendsburg-Eckernförde Geld, das nun an anderer Stelle eingesetzt werden kann.

Der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBVSH) übernimmt im Kreis den Winterdienst auf den Kreisstraßen. Dafür zahlte der Kreis in den Jahren 2011 und 2012 im Schnitt rund 775 000 Euro. Etwas über 500 Kreisstraßen-Kilometer müssen von Schnee und Eis befreit werden – sofern der Winter denn Schnee und Eis bringt. „Bisher sind in diesem Winter nur 21 Einsätze gefahren worden“, sagt Martin Kurowski. Das sei nur ein Drittel dessen, was im vergangenen Winter geleistet werden musste. Doch der Sachbearbeiter für die Kreisstraßen betont: „Der Winter ist noch nicht beendet. Es können noch Einsätze hinzukommen.“

Matthias Forster, Bereichsleiter Straßenbau beim LBVSH in Rendsburg, spricht zwar aktuell auch eher von einem „Frühlings- oder Sommerdienst“, doch die Beine legen die Arbeiter in den Straßenmeistereien noch lange nicht hoch. Die schnee- und eisfreie Zeit wird stattdessen intensiv für die Gehölzpflege genutzt, die laut Martin Kurowski „auch nur im Winterzeitraum durchgeführt werden kann“. Und so ist Nils-Ole Wichmann von der Straßenmeisterei Westerrönfeld derzeit häufiger mit der Knickschere als mit dem Streusalz-Anhänger an seinem Schlepper unterwegs. Auf etwa ein Fünftel im Vergleich zu den letzten drei Wintern schätzt Straßenmeisterei-Leiter Burkhard Miksch den Streusalz-Verbrauch in diesem Winter.

Ein finanzielles Schlaraffenland bietet sich dem Kreis trotz der geringeren Winterdienst-Kosten zwar nicht. Dennoch könnte, so Martin Kurowski, das Geld nun „im Laufe des Jahres insbesondere für wichtige Unterhaltungsleistungen verwendet werden, die wegen hoher Winterdienstkosten in den zurückliegenden Jahren nicht so umfangreich durchgeführt werden konnten“. Häufigeres Mähen der Bankette, Ausbesserungen im Entwässerungssystem und das Verfüllen von Rissen und Fugen im Asphalt nennt er als Beispiele.

So schön das Wetter auch sein mag: Den Winter will niemand so recht vor dem Frühling loben. Doch die Prognosen stimmen optimistisch, dass vorerst alles glatt gehen wird.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 16:15 Uhr

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