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Schnee zum Herbstbeginn : Ein Weihnachtsmarkt im September

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bürger meistern innerhalb von fünf Stunden die RSH-Challenge. Vom Radiosender gestiftetes Preisgeld geht an soziale Projekte.

Das Beste an einem Weihnachtsmarkt im September: Es ist nicht so kalt. Bei der R.SH-Challenge unter dem Motto „Zusammen sind wir Schleswig-Holstein“ hat jeden Tag ein Ort die Gelegenheit, seine Kreativität und Zusammenhalt unter Beweis zu stellen. Gestern war Rendsburg an der Reihe. Etwa 2000 Rendsburger meisterten zusammen die Herausforderung, in fünf Stunden einen kompletten Weihnachtsmarkt auf dem Schiffbrückenplatz auf die Beine zu stellen. Das vom RSH gestiftete Preisgeld für soziale Zwecke in Höhe von 2500 Euro fließt in die Kinder- und Familienhilfe der Stadt sowie in Sport- und Spielplätze der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Stadtnorden.

Um 7 Uhr morgens verkündete RSH-Moderator Volker Mittmann die Aufgabe: Organisiert bis 12 Uhr einen Weihnachtsmarkt! Nun setzte eifriges Treiben auf Schiffbrückenplatz ein. „Ab 6.30 Uhr standen wir bereits in den Startlöchern“, berichtet Bürgermeister Pierre Gilgenast. Stadtmarketing, Touristenformation und die Stabsstelle der Stadtverwaltung ließen ab 7 Uhr die Telefone heißlaufen und riefen über Facebook zur Aktion „Weihnachtsmarkt“ auf.

Die Sozialpädagogik-Klasse des Bberufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde schwänzte spontan und kollektiv den Unterricht, warf sich in Weihnachtsmann- und Engelschale und half mit beim Aufbauen und Dekorieren – genauso wie alle Geschäfte am Platz, die Weihnachtsbäume und Schmuck beisteuerten. Auch Feuerwehr, Stadtmarketing und zahlreiche Bürger brachten sich ein. Der Rendsburger Posaunenchor und das Gesangsduo Mira Roggenbach und Stefan Schauer sorgten für die passende Musikuntermalung, und das Landestheater brachte die sieges-entscheidende Schneemaschine mit.

So standen bis zum Mittag Punsch-, Crepes- und Würstchenstand um die RSH-Bühne und ließen sich vom wie immer bestens gelaunten Mittmann unterhalten. Im Zentrum des Platzes leuchtete ein bunt mit Lichtern und Lametta geschmückter Weihnachtsbaum. Weihnachtsmänner und Weihnachtsengel verteilten Plätzchen, Stollen und Schokolade unter den etwa 2000 Gästen, die begeistert die Vor-Vorweihnachtszeit genossen. Natürlich ließ auch Rendsburgs Stammweihnachtsmann Lothar Möhding seine Stadt nicht hängen. „Fünf nach sieben klingelte bei mir das Telefon“, erzählt er, „der Bürgermeister war dran: ‚Weihnachtsmann, du wirst gebraucht!‘“ Der jedes Neujahr geschorene Rauschebart war zwar noch nicht auf traditioneller Festtagslänge – prächtig anzusehen war er trotzdem.

Nicht einmal die Sonne wollte das ungewöhnliche Ereignis verpassen und wunderte sich wahrscheinlich über den frühen Schnee, der zum Höhepunkt des Festes Punkt 12 Uhr unter lauten Jubelrufen den Platz und die glückliche Menge einhüllte. Fazit Mittmann: „Challenge erfüllt.“

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erstellt am 25.Sep.2015 | 09:35 Uhr

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