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Handball-Oberliga : Ein Vier-Punkte-Spiel unter kuriosen Umständen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heute müssen die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen zum zweiten Mal in dieser Saison beim TSV Altenholz antreten.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Das ist ein Kuriosum, das in der Handballszene seinesgleichen sucht: Weil sich bei einem Antrag offenbar irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat, müssen die Frauen der HSG Kropp/Tetenhusen, Tabellenführer der Oberliga, in dieser Saison zweimal zum TSV Altenholz reisen. Die Neuauflage der Hinrunden-Begegnung steigt heute in Stift in der Kreishalle (17 Uhr). Besonders brisant: Die Partie könnte mitentscheidend im Titelkampf sein. Die Rand-Kielerinnen sitzen der HSG als Zweiter im Nacken. Im Hinspiel kassierte die Mannschaft von Dirk Schlegel und Lena Leptien ihre erste Saisonniederlage beim TSV. Und jetzt geht’s abermals zu einem Vier-Punkte-Spiel nach Altenholz. Ist das fair?

Kurzer Rückblick: In der Hinrunde genossen die „Gäste“ aus Kropp und Tetenhusen offiziell Heimrecht in Altenholz. Der Antrag der HSG, das Heimrecht zu tauschen und erst im Rückspiel in Kropp anzutreten, interpretierte die spielleitende Stelle als Wunsch, das Heimspiel nach Altenholz zu verlegen. Folge: Die HSG musste im Hinspiel auch die Organisation in der ureigenen Heimhalle der Altenholzerinnen übernehmen. Weil aber offenbar keine spielleitende Stelle oder der Gegner ein Einsehen hat, muss die HSG jetzt erneut nach Altenholz. Wer auf Kropper Seite mutmaßlich den formalen Fehler begangen hat, ist nebensächlich. Fakt ist, dass die Spielerinnen am wenigsten dafür können und jetzt zweimal in einer Saison gegen den gleichen Gegner auswärts antreten müssen. Ein Nachteil! Oder etwa doch nicht?

Trainer Dirk Schlegel will keine Ausreden gelten lassen. Er fügt sich dem Schicksal, ohne zu murren: „Ob wir nun in Kropp oder Altenholz antreten, spielt keine Rolle. Das ist egal. Entscheidend wird sein, dass wir nicht so viele Fehler machen wie in der Hinrunde.“ Für seine Mannschaft gehe es schlichtweg darum, den Abstand auf den TSV Altenholz von fünf auf sieben Punkte zu vergrößern. „Meine Spielerinnen sind hochmotiviert, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren“, sagt Schlegel.

Die Vorbereitung auf das Spitzenspiel verlief allerdings suboptimal. Mit Levke Rohwer (Schulter) und Dörte Paul (Knie) konnten zwei Leistungsträgerinnen nicht trainieren. Inwiefern sie heute dennoch zum Einsatz kommen können, muss Schlegel nach dem Warm-up entscheiden. Zur Sicherheit hat er Allrounderin Katharina Niese aus der „Zweiten“ als Backup mit. Der Coach hofft auf eine gute Torhüterleistung seines Duos Svenja Maelzer und Tatjana Cornehl: „Ich denke, dass es heute auf die Torhüter ankommen wird.“

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