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Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 01:10 Uhr

Ein versöhnlicher Saisonabschluss

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aufstiegsrunde zur Fußball-Verbandsliga: TuS Jevenstedt unterliegt trotz guter Leistung Rot-Schwarz Kiel mit 2:4 und bleibt Kreisligist

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Die Enttäuschung hielt sich bei Michael Rohwedder in Grenzen. Zwar hatte der TuS Jevenstedt mit dem 2:4 (1:1) gegen die SSG Rot-Schwarz Kiel die letzte vage Hoffnung auf einen möglichen Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga Nord-Ost verstreichen lassen, dennoch blickte der Jevenstedter Coach zufrieden auf die Leistung seiner Akteure in den letzten 90 Minuten der Spielzeit 2015/16 zurück. „Wir haben den Aufstieg nicht heute verspielt, sondern in der Endphase der regulären Saison. Selbst wenn wir gegen Rot-Schwarz Kiel gewonnen hätten, wäre ja noch gar nicht sicher, ob wir in der kommenden Saison auch tatsächlich in der Verbandsliga spielen würden. Von daher bin ich nicht allzu niedergeschlagen. Vielmehr freue ich mich, dass die Jungs noch einmal gezeigt haben, was sie können und dass sie sich den zuvor verspielten Kredit bei den Fans zurückgeholt haben“, sagte Rohwedder. Während die Jevenstedter nun die Gewissheit haben, auch in der kommenden Saison in der Kreisliga zu spielen, ist die sportliche Zukunft der Kieler noch ungeklärt. Wenn kein Team in der kommenden Saison auf einen Startplatz in der Verbandsliga Nord-Ost verzichtet, dürfte der Sieg in Jevenstedt, der der SSG Platz 1 in der Aufstiegsrunde bescherte, ein Muster ohne Wert bleiben. Zudem wartet man bei der SSG noch auf das Urteil des SHFV, ob man nachträglich noch zum Meister der Kreisliga Kiel erklärt wird und dann automatisch aufsteigt.

Dass beide Teams durchaus über Verbandsliga-Qualitäten verfügen, demonstrierten sie den 150 Zuschauern auf dem Jevenstedter Sportplatz. Die Gastgeber, die zuletzt vor heimischem Publikum eher enttäuscht als überzeugt hatten, stellten dabei zunächst die bessere Mannschaft und legten die von Rohwedder im Vorfeld geforderte Aggressivität an den Tag, störten den Gegner früh und ließen die hoch gelobte Offensive der Kieler kaum zur Entfaltung kommen. Das erste Ausrufezeichen setzte Timo Klug mit einem Schlenzer aus gut 16 Metern, den Gäste-Keeper Sebastian von Randow gerade noch zur Ecke lenken konnte (26.). Sieben Minuten später nutzte Thore Neben einen Patzer von Radows zur verdienten Führung für den TuS. Der Kieler Schlussmann schoss bei einem Rettungsversuch an der Strafraumgrenze einen Mitspieler an, Neben reagierte gedankenschnell und überwand von Radow mit einen gefühlvollen Lupfer. Die kalte Dusche folgte jedoch nur wenig später. Mit ihrem ersten gefährlichen Angriff glichen die Gäste durch Danny Heese aus (1:1/38.). Und keine 60 Sekunden später erwies Mirko Mrosek seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nachdem Schiedsrichter René Klausutis (Bad Schwartau) auf Freistoß für die Rot-Schwarzen in Höhe der Mittellinie entschieden hatte, schlug der Jevenstedter Stürmer frustriert den Ball weg und handelte sich dafür die Gelbe Karte ein. Mrosek schien damit nicht einverstanden und kommentierte die Aktion, was prompt in der nächsten Gelbe Karte und damit im vorzeitigen Ende für ihn mündete. „Schade, dass Mirko seine Nerven nicht im Griff gehabt hat. Danach war es für uns natürlich ungleich schwieriger“, meinte Rohwedder. Doch auch in Unterzahl begegnete der TuS den Kielern auf Augenhöhe. Das 1:2 durch Jonas Hilmer (50.) egalisierte Marten Schlueter per Elfmeter (74./nach Foul von Dustin Markwardt an Timo Ruge). Erst als den Hausherren in der Schlussphase die Kräfte schwanden, kippte das Spiel in Richtung der Rot-Schwarzen. In der 81. Minute traf Tobias Töppe zum 3:2, kurz vor dem Abpfiff beseitigte Steffen Sitte mit dem 4:2 (90.+1) letzte Zweifel am Kieler Sieg. Rohwedder: „Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Ich denke, wir hätten den Sieg verdient gehabt. Aber so ist nun mal der Fußball. Dennoch können wir erhobenen Hauptes das Feld verlassen. Das war noch einmal eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft.“

TuS Jevenstedt: Tischer – Lindenlaub, Schlueter, Lühder (54. Wicker), Ma. Mrosek – Richter, Gersteuer, Neben, Kaak (46. Ruge) – Klug, Mi. Mrosek.

SSG Rot-Schwarz Kiel: S. von Radow – Shahhosseini, Heese, Markwardt, Wittstock – Nehren, Sitte, A. von Randow (90. Jacobsen), Logemann (81. Hopp), Hillmer, Töppe (90. Kalbhenn).

Schiedsrichter: Klausutis (Bad Schwartau).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Neben (33.), 1:1 Heese (38.), 1:2 Hillmer (50.), 2:2 Schlueter (74./FE), 2:3 Töppe (81.), 2:4 Sitte (90.+1).

Gelb-Rote Karte: Mi. Mrosek (38./Ball wegschlagen, Meckern).

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