Basketball-Charity-Spiel : Ein teurer Abend für die Banker

Zwei starke Mannschaften gaben alles: Abgekämpft, aber hochzufrieden ließen sich die Teilnehmer des Basketball-Spektakels gemeinsam ablichten.
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Zwei starke Mannschaften gaben alles: Abgekämpft, aber hochzufrieden ließen sich die Teilnehmer des Basketball-Spektakels gemeinsam ablichten.

Ein knappes Ergebnis, beste Unterhaltung und 3100 Euro für den guten Zweck. Mehr als 20 Prominente begeistern in der Sporthalle der Herderschule.

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17. März 2014, 06:00 Uhr

Lange musste Lutz Clefsen nicht überlegen. „Na Trainer, was nun?“, hatte Dr. Johann Wadephul gefragt. Die Antwort war eindeutig. „Ab nach vorne“, so Clefsen. Auszüge des Dialogs in der Pause vor den letzten fünf Minuten des Basketball-Charity-Spiels. Mit sechs Punkten lag das „Rote Team“ des Kreispräsidenten zu diesem Zeitpunkt zurück. Nach großem Kampf sollte es am Ende aber nicht ganz reichen. Mit 30:32 unterlag die von ihm trainierte Mannschaft knapp dem „Weißen Team“.

Der Ausgang dieser Partie aber war nebensächlich, denn die über 20 Prominenten aus Rendsburg hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt, hatten sich die Sportklamotten übergestreift und durch ihre Punkteausbeute satte 3100 Euro für Kinder- und Jugendprojekte sowie die Jugendabteilung des Basketball Clubs Rendsburg eingespielt. 50 Euro pro Punkt hatte die Sparkasse Mittelholstein als Mitinitiator dieses Spektakels ausgelobt. „Wir freuen uns, dass wir so viele bekannte Gesichter der Region Rendsburg gewinnen konnten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mittelholstein, Manfred Buncke. Auch er selbst scheute den Wettkampf auf dem Parkett nicht und bildete mit seinem Vorstandskollegen Bernd Jäger ein kongeniales Duo.

Jäger, der für den MTSV Hohenwestedt einst selbst in der 1. Basketball-Regionalliga auf Korbjagd ging, hatte sichtlich Spaß und avancierte zu einer der Stützen seines Teams. Das in weiten Teilen gute Niveau dieses Promiduells rang anschließend sogar dem Cheftrainer der Rendsburg Twisters, Bjarne Homfeldt, Respekt ab. „Das sah phasenweise nach Basketball aus“, fand er. 20 Minuten lang wogte das Spiel hin und her. Mal lag das „Weiße Team“, für das unter anderem Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast, Stadtwerke-Chef Helge Spehr und Städteverbands-Chef Jochen von Allwörden aufliefen, in Front. Und dann hatte das „Rote Team“, in dem neben Buncke und Jäger unter anderem Innenminister Andreas Breitner, Ruder-Olympiasieger Lauritz Schoof und CDU-Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul vertreten waren, die Nase vorn. Wenn nichts mehr lief, brachte Moderator Jürgen Muhl Witz und auch Aufregung in die Partie. So wollte der stellvertretende Chefredakteur des sh:z bei Kreispräsident Lutz Clefsen „endlich einmal Schweißperlen“ gesehen haben. Und Bürgermeister Pierre Gilgenast, der zahlreiche Alleingänge mit und ohne Ball inszenierte, musste mehrfach hören, dass es Zeit werde, „in dieser schönen Stadt eine zeitgemäße Sporthalle“ zu bauen. Spaß und eine Prise Ehrgeiz der Akteure verliehen diesem Charity-Spiel die richtige Würze, und die Leistung der Promis riss die 350 Zuschauer in der Herderhalle das eine oder andere Mal von ihren Sitzen.

Und so müssen Buncke und Jäger nun tiefer in die Tasche greifen, als sie es sich möglicherweise im Vorfeld gedacht hatte. „Da müssen wir mal sehen, ob wir so viel übrig haben“, erklärte Bernd Jäger nach der Schlusssirene mit einem Augenzwinkern, ergänzte aber dann doch, „dass wir von der Sparkasse Mittelholstein sehr froh darüber sind, dass ein so toller Betrag zusammengekommen ist“.

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