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Landeszeitung

21. Oktober 2017 | 09:06 Uhr

Nortorf : Ein Schnäppchen für die Wehr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Feuerwehr will ein günstiges Ausstellungsstück als Ersatz für ihre mangelhafte Drehleiter anschaffen.

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 12:37 Uhr

Nun kann es schnell gehen: Der erst für 2016 oder 2017 geplante Kauf einer neuen Drehleiter für die Nortorfer Feuerwehr (wir berichteten mehrfach) kann schon in diesem Jahr erfolgen. Grund: Bei der jährlichen Sicherheitsprüfung der derzeitigen Drehleiter im Oktober wurden erhebliche Mängel festgestellt. „Die Drehleiter ist momentan nur bedingt einsetzbar“, berichtet Thomas Schröder. In der Bauausschusssitzung am Montagabend wies der Wehrführer auf die Dringlichkeit eines neuen Kaufes hin und appellierte an die Kommunalpolitiker: „Nur mit einer intakten Drehleiter retten wir Leben.“

Gut 12 000 Euro müsste in die Reparatur der 27 Jahre alten Drehleiter gesteckt werden. Hinzu kämen Folgekosten. Geld, welches die Stadt sparen kann. Im Haushaltsplan 2015 wurde der Posten für die Beschaffung einer neuen Drehleiter bereits aufgenommen. Die Mitglieder im Bauausschuss sprachen sich für die Empfehlung an die Stadtverordneten aus. „Die Drehleiter ist nur bedingt einsetzbar? Sagen Sie doch so etwas nicht! Jetzt wird mir ganz anders“, stöhnte Willi Gronewald (SPD), der sich im Ernstfall nicht mehr beschützt sah. „Keine Panik. Sie funktioniert noch. Aber wir müssen mehr Acht geben“, betonte Schröder. „Ich habe die Anweisung an meine Kameraden gegeben, mit höchster Vorsicht zu arbeiten.“

Auf die Anschaffung noch zu warten, wäre unnötig teuer und nicht sicher genug. Ein passendes Fahrzeug hat Schröder bereits gefunden: Ein Vorführfahrzeug steht für verhältnismäßig günstige 592 000 Euro zum Verkauf. Der Wert liegt weit darüber bei 648 000 Euro. Das Angebot endet jedoch am 30. Januar 2015. Sollte der Beschluss bis dahin nicht vom Tisch sein, könnte es eng werden. „Der Bau eines neuen Fahrzeuges dauert bis zu zwölf Monate“, erklärte Schröder. „Wir dürfen also keine Zeit verlieren.“

Die Gemeinden im Amt Nortorfer Land sollen sich möglichst an den Kosten beteiligen. Die Kommunen müssen darüber einzeln abstimmen. Ob dies unter dem neuen Dringlichkeitsaspekt bis dahin noch möglich ist, stehe nicht fest. Im Zweifelsfall müsste die Stadt Nortorf die verbliebenen Mittel (die Zuweisungen des Kreises liegen bei 257 6000 Euro) alleine tragen. „Der Druck ist da und nach meinem Erachten müssen wir als Stadt die Mittel bereitstellen“, erklärte Bürgermeister Horst Krebs gestern auf Nachfrage der Landeszeitung. Am 16. Dezember findet die nächste Stadtverordnetenversammlung statt. Dann entscheiden die Mitglieder. „Ich glaube aber nicht, dass es dabei Probleme geben wird“, so Krebs weiter. „Alle sind sich einig, wie wichtig eine neue Drehleiter ist.“ Stimmen die Stadtverordneten für die Bereitstellung der nötigen Gelder, könne die neue Drehleiter „sofort geliefert werden“, berichtete Schröder.

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