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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 11:29 Uhr

Tischtennis : Ein Rohdiamant an der Platte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der erst 16-jährige Nick Rother aus Neumünster zählt bei den Tischtennis-Herren des SV Fockbek in der Verbandsliga zu den Stützen. Das mittelfristige Ziel des Herbstmeisters ist der Aufstieg in die Oberliga.

Jung, ehrgeizig, talentiert: Der erst 16-jährige Nick Rother vom Tischtennis-Verbandsligisten SV Fockbek ist ein Rohdiamant an der Platte. Der gebürtige Neumünsteraner holte sich just bei den Jugend-Landesmeisterschaften in Büchen den Bronzerang, im Doppel mit Schwarzenbeks Jannis Paap heimste Rother sogar Silber ein. Mit diesen Resultaten hat sich der Rechtshänder für die norddeutschen Titelkämpfe am 28./29. Januar in Berlin qualifiziert.

Nick Rother überlässt nichts dem Zufall, arbeitet hart für sein Hobby Tischtennis. Aktuell fährt der Gymnasiast vier- bis fünfmal pro Woche aus Neumünster nach Fockbek zum Training. Mit seinen 16 Lenzen könnte er noch im Juniorenbereich antreten, spielt aber schon seit zwei Jahren im Kader des derzeitigen Verbandsliga-Herbstmeisters SV Fockbek. Seine Ziele formuliert der Holstenschüler so unaufgeregt wie klar: „Ich will mit Fockbek in die Verbandsoberliga aufsteigen und irgendwann Oberligaspieler sein.“ Bei welchem Verein? „Fockbek wäre gut“, fühlt sich Rother beim SVF pudelwohl.

Mit einem positiven Gefühl ist Rother auch zu den Landesmeisterschaften aufgebrochen. Als Gruppensieger hatte Anton Sachse vom TSV Kronshagen im Achtelfinale bei 0:4-Sätzen nicht den Hauch einer Chance. Auch Tom Hansen vom TSV Bargteheide gelang im Viertelfinale beim 1:4 nur ein Satzgewinn. Rothers Siegeszug wurde dann aber im Semifinale gestoppt. Der spätere Landesmeister Luca Meder (Bargteheide) behielt mit 3:11, 11:6, 11:1, 11:8 und 12:10 die Oberhand. „Ich bin zufrieden. Auf der Leistungsebene kann fast schon jeder jeden schlagen“, sagte Rother, der zusammen mit Bargteheides Jannis Paap ins Doppel-Finale einzog. Auch hier war Luca Meder – zusammen mit Jonathan Diedrich – beim 13:11, 7:11, 9:11 und 9:11 der Spielverderber.

Doch sein Vorhaben, bei den „Norddeutschen“ zu starten, hatte der Fockbeker erreicht. Dort sei das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen und vielleicht bis ins Viertelfinale vorzudringen, sagt Rother, der seine Stärken im Rückhandspiel und in seiner Schlag-Sicherheit sieht: „Ich mache wenig Fehler.“ Der 16-Jährige weiß, dass er auch noch Entwicklungspotenzial besitzt: „Meine Schläge haben noch nicht die Durchschlagskraft. Außerdem habe ich noch Probleme, wenn der Gegner mit Unterschnitt agiert.“

In der Fockbeker Talentschmiede wachsen mit Luan Ramm (2. in der Landesrangliste), Benjamin Lange (3.) und Bjarne Paulwitz (5.) hinter Rother noch ein paar weitere Nachwuchskünstler heran, die bislang ungeschlagen in der Bezirksliga unterwegs sind. Auf jene Talente setzen das Trainer-Trio Erdogan, Daniel Schott und Gregor Buchholz. Nach dem Gewinn der Bezirksliga stehen für Erdogan mit den Spielen gegen Kiel und Friedrichsholm wichtige Spiele im Fokus. „Von den drei Mannschaften schaffen es die ersten beiden zu den Landesmeisterschaften. Und da wollen wir definitiv hin“, spricht Erdogan Klartext. Rother, der altersbedingt ebenso an den Start gehen könnte, bleibt außen vor. „Es wäre falsch, die jungen Spieler nach ihrer guten Saisonleistung nicht an den entscheidenden Spielen teilnehmen zu lassen“, begründet Erdogan die Entscheidung, Rother nicht für die Junioren zu berücksichtigen: „Nick soll mit den Herren weiter am Aufstieg in die Verbandsoberliga kämpfen.“ Das mittelfristige Ziel des Trainer-Trios ist es, den SV Fockbek in die Oberliga zu führen. Kein Wunder bei diesen Zelluloid-Nachwuchskünstlern der Sorte: jung, ehrgeizig, talentiert.



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