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Handball, 3. Liga : Ein Rest Ungewissheit bleibt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Owschlag unterliegt Werder Bremen deutlich mit 17:36 und ist immer noch nicht gerettet.

Was man vor Beginn der Begegnung befürchten musste, trat am Sonnabend in der Owschlager Sporthalle ein. Die Handball-Frauen des TSV hatten nicht den Hauch einer Chance gegen den übermächtigen SV Werder Bremen, neuer Tabellenführer der 3. Liga Nord. Folgerichtig kassierten sie die höchste Heimniederlage der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit 17:36 (9:18) ging die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz vor den Augen der eigenen Fans unter. „Wir hatten keine Chance und haben diese nicht genutzt“, wurde Peetz in seiner Analyse fast schon philosophisch. Was er meint: Angesichts der objektiv betrachteten Kräfteverhältnisse konnte es für seine Spielerinnen nur um eines gehen: Schadensbegrenzung. In den ersten zehn Minuten klappte das ganz gut. Torfrau Mareike Witt trug ihr Übrigens dazu bei.

Mitte der ersten Hälfte schwammen dem TSV dann aber die Felle davon. Der Rückraum war ohne die Ausfälle von Greta Stolley und Jill Sievert zu limitiert in seinen Möglichkeiten: Franziska Peters, Nina Lyke, Janina Herklotz und Helen Rohwer mühten sich zwar redlich, standen aber zu oft auf verlorenem Posten. Peetz: „Der Rückraum hatte gute Momente. Uns fehlte leider die Konstanz.“

Werder überzeugte dagegen mit guter Abwehr- wie auch Angriffsleistung, überrollte die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit förmlich. Peetz machte gar nicht mehr den Versuch, das Ergebnis erträglich zu gestalten. Ein möglicher Sieg war ohnehin längst utopisch. Der Coach ließ die letzten 15 Minuten Spielerinnen ran, die ansonsten wenig auf der Platte stehen. Werder nutzte die Wechselspielchen aus, um das Resultat nach oben zu schrauben. „Das Ergebnis war mir zweitrangig“, so Peetz.

Jetzt hat der TSV drei Wochen Pause bis zur nächsten Partie zu Hause gegen Schwerin. Peetz gibt seinen Spielerinnen nach der Athletikeinheit am Montag zwei Wochen frei. Zwei Einheiten vor dem wichtigen Spiel gegen Schwerin müssen angesichts der beispiellosen Ausfallliste reichen: „Eine nie dagewesene Posse“, klagt Peetz. Seit Wochen kann der Coach nicht vernünftig trainieren. Dabei braucht der TSV noch einen Sieg, um den Abstieg endgültig zu verhindern. Peetz: „Unser Ziel ist es, Berlin und Altlandsberg möglichst hinter uns zu lassen.“ Deswegen war es für den TSV ein halbwegs versöhnliches Wochenende, denn Berlin verlor und Altlandsberg spielte lediglich remis.

TSV Owschlag: Witt, Wichelmann – Trceziok (1), K. Rohwer (3), H. Meenke (1), Herklotz (3), H. Rohwer (2), Peters (7/3), Zadow, Küppers, Lyke, Linke.

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