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Handball-Oberliga : Ein Punkt beim Top-Team: Hohn/Elsdorf tankt Selbstvertrauen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei DHK Flensborg ergattert sich die HSG überraschend einen Zähler.

Nicht einmal Thies Schmalfeld hätte vor der Partie seiner HSG Hohn/Elsdorf in der Handball-Oberliga der Männer beim DHK Flensborg etwas darauf gewettet, dass seine Mannschaft dem Spitzenteam auch nur annähernd gefährlich werde könnte. Fünf Spieler fehlten dem Trainer der HSG, außerdem wollen die Flensburger Oberligameister werden, sodass Punktverluste gegen Teams wie Hohn gar nicht eingeplant sind. Und dennoch kehrte die dezimierte HSG-Mannschaft mit einem 33:33 (13:15) aus Flensburg heim.

Jannick Oettershagen, eigentlich noch A-Jugendlicher, agierte als Mittelmann wie ein alter Haudegen. Gemeinsam mit den treffsicheren Halbspielern Ulf Thöming und Patrick Möller bildete er das mit 23 Toren enorm erfolgreiche Rückraumtrio. Das Ergebnis: Hohn führte nach kurzzeitigem 1:3-Rückstand über 9:6 und 12:12 mit 15:13 zur Pause. Vor allem gegen Torben Sievers stand die HSG-Deckung sicher. Sievers’ direkter Gegenspieler Thore Kuhrt, der aus der zweiten Mannschaft zurückgekehrt war, handelte, als sei er nie weg gewesen. „Wer einmal gegen Thore spielen musste, der weiß, dass das ziemlich unangenehm sein kann“, lobte Schmalfeld. Wie so oft erwies sich im Tor Gerald Dobratz als großer Rückhalt.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die HSG lange Zeit am Drücker (18:15, 22:19, 26:24) und ließ den DHK erst in eigener Unterzahl auf 27:27 aufschließen. Die letzten zehn Minuten wurden zur Charakterprobe. Mittlerweile durfte Simon Treziak für Dobratz ins Tor und fügte sich, gestützt auf eine tolle Hohner Abwehr, nahtlos ein. Ihren Höhepunkt erreichte die Spannung in den Schlusssekunden. Ausgerechnet Oettershagen, mit der Unerfahrenste auf dem Feld, prellte Lasse Johannsen, dem neunfachen Torschützen und überragenden Techniker, den Ball regelgerecht aus der Hand. Damit hielt er nicht nur den Punkt fest, sondern sorgte fast für zwei. Nur ein blendender Reflex des DHK-Keepers verhinderte, dass Kuhrt sogar noch den Siegtreffer erzielte. Thöming hatte einen Freiwurf abgelegt. „Das Spiel gibt uns großes Selbstvertrauen für die nächsten Wochen“, freute sich Schmalfeld.

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Thöming (9), Möller (9/4), Oeltjen (4), Hohnsbehn (1), Ketelsen, Brown (2), Petersen (1), Katzmann, Oettershagen (5), Kuhrt (2), Bendixen.

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