Gemeinde Ahlefeld-Bistensee : Ein Plus von 5000 Euro in Sicht

Steuererhöhungen bescheren dem Haushalt der Gemeinde voraussichtlich einen Überschuss. Auch Investitionen sind geplant – in das Gästehaus.

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20. Januar 2015, 18:30 Uhr

Ein Plus unter dem Strich – das hatte die Gemeinde Ahlefeld-Bistensee schon lange nicht mehr. Mit einem Überschuss von rund 5000 Euro rechnen die Haushaltsexperten der Amtsverwaltung Ende 2015 für das Dorf. Allerdings, so relativierte Manuela Lamp aus der Kämmerei, seien in dem Ergebnisplan noch nicht alle Kosten abgebildet. Dennoch deutet sich eine positive Entwicklung der Finanzsituation an, erklärte sie in der Sitzung des Gemeindeausschusses in der Amtsverwaltung in Groß Wittensee. Sollten die Einnahmen der Gemeinde weiterhin konstant bleiben, sei sogar in den nächsten Jahren eine noch positivere Entwicklung zu erwarten.

Um aus der Finanzmisere herauszukommen, hatte die Gemeinde Ende vergangenen Jahres beschlossen, Grundsteuern, Gewerbesteuer und Hundesteuer zu erhöhen und eine Zweitwohnungssteuer zu erlassen. Grundsteuer und Gewerbesteuer betragen nun jeweils 360 Prozent, statt bislang 330 beziehungsweise 350 Prozent. Die Hundesteuer wurde auf 100 Euro (90 Euro) erhöht.

Auch mit mehr Schlüsselzuweisungen wird in diesem Jahr gerechnet. Gut 208  000 Euro gegenüber knapp 195  000 Euro in 2014 werden erwartet. Zusätzliche Pachteinnahmen erhält die Gemeinde durch den Bau des Bootsschuppens am See. Globetrotter zahlt dafür jährlich 3800 Euro. Deutlich angestiegen ist aber die Schulumlage. Zahlte die Gemeinde 2013 noch knapp 104  000 Euro an die Schulen, so werden es 2015 voraussichtlich 113  000 Euro sein.

Investiert werden soll in diesem Jahr in das Gästehaus. Teile des Dachs müssten dringend saniert werden, sagte Bürgermeister Kroll. 3500 Euro sind hierfür im Haushalt eingestellt. Und um die Sitzungen der Gemeinde weiterhin bürgerfreundlich gestalten zu können, sollen eine Leinwand und eventuell ein Beamer gekauft werden.

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum Jahresende voraussichtlich rund 292  000 Euro.

Der Ausschussvorsitzende Friedrich Bartmann (ABW) berichtete, dass vor wenigen Tagen eine Fachfirma die Regenwasserleitung im Bereich der Alten Dorfstraße gefilmt hat. Dort behinderte dichtes Wurzelwerk im Innenrohr den Durchfluss. Die Ergebnisse sollen nun genau ausgewertet werden, um ein Sanierungskonzept zu erstellen. Problem mit Regenwasser gibt es auch im Lehmberger Weg. Dort ist die Fläche eines Anwohners regelmäßig nass. In Absprache mit dem Wasser- und Bodenverband soll die genaue Ursache ermittelt werden.

Bürgermeister Detlef Kroll teilte in der Sitzung mit, dass noch in diesem Monat eine vierköpfige Familie aus Albanien nach Ahlefeld-Bistensee ziehen werde. Inwieweit die Bürger bei der Integration der Familie eingebunden werden soll, sei aber noch nicht mit der Amtsverwaltung besprochen worden.

In den vergangenen Tagen habe es Anrufe von Bürgern gegeben, so Kroll, die sich über die starke Geruchsbelästigung durch die Biogasanlage in Ahlefeld gestört fühlten. Ursache sei, so Kroll nach Rücksprache mit dem Betreiber, die noch nicht erfolgte Abdeckung der Rüben. Dies werde in Kürze geschehen.

> Nächste Termine: Die Gemeindevertretung wird am 16. Februar tagen. Eine Einwohnerversammlung zu den wichtigsten Themen im Dorf ist für den 23. März geplant.

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