Hohenwestedt : Ein PC-Dino als Exponat des Monats

Grauel um 1880: Museumsvereins-Vizechefin Monika Freitag mit einem 1928 gemalten Werk von Johannes Seeland, das in einer Sonderschau gezeigt wird.
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Grauel um 1880: Museumsvereins-Vizechefin Monika Freitag mit einem 1928 gemalten Werk von Johannes Seeland, das in einer Sonderschau gezeigt wird.

Im Heimatmuseum startet eine neue Aktionsreihe. Die Chronik-Werkstatt sucht Telefonbücher von 1986 oder später.

shz.de von
24. Januar 2015, 06:30 Uhr

Ein Laptop von 1989 ist das erste „Exponat des Monats“, das im Hohenwestedter Heimatmuseum präsentiert wird. Ab sofort soll die Aufmerksamkeit der Besucher jeden Monat auf ein besonderes Ausstellungsstück gelenkt werden. Geplant ist außerdem eine Reihe von Ausstellungen, unter anderem eine Sonderschau mit Werken „Unbekannter Hohenwestedter Maler“.

Der Laptop-„Dinosaurier“, mit dem die neue Aktionsreihe „Exponat des Monats“ beginnt, wurde dem Museum von Klaus Krabbenhöft zur Verfügung gestellt. Der „M5“ der deutschen Firma Rein war 1989 mit einem Kaufpreis von rund 10000 Mark eine ziemlich teure Anschaffung. Das 26 Jahre alte Laptop-„Fossil“ mit seiner 20-MB-Festplatte und seinem 2-MB-Arbeitsspeicher ist nun das jüngste Exponat des Museums in der Friedrichstraße.

Schon seit zwei Jahren sammelt eine vom Museumsverein und von der Gemeinde gegründete Projektgruppe Material für die Fortschreibung der Orts-Chronik, die 2017 anlässlich der 800-Jahr-Feier der Gemeinde Hohenwestedt erscheinen soll. Zum nächsten Treffen der öffentlichen Chronik-Werkstatt in der Volkshochschule am Dienstag, 27. Januar (18.30 Uhr, Raum 5), haben sich Chef-Chronist Norbert Schildbach und seine Mitstreiter ehemalige Hohenwestedter Gemeindevertreter aus den Jahren 1986 bis 1998 eingeladen. Museumsvereins-Chef Heino Redinger gibt einen Aufruf der Chronik-Projektgruppe weiter: „Wir suchen alte Telefonbücher von 1986 und aus den Folgejahren, die gern bei uns im Museum abgegeben werden können.“

Die erste Museums-Ausstellung im neuen Jahr widmet sich dem 125-jährigen Bestehen des Parks Wilhelmshöhe, das 2014 gefeiert wurde. Vom 22. Februar bis 22. März werden Fotos und Dokumente zur Park-Historie gezeigt. Ende April oder Anfang Mai wird der Plattdeutsch-Experte der Landeszeitung, Hans Hermann Storm, im Heimatmuseum zu einem Dia-Vortrag über alte Handwerke erwartet. „Unbekannte Hohenwestedter Maler“ sind das Thema einer Sonderschau, die am 31. Mai eröffnet wird. „Es gab eine ganze Reihe von Leuten, die in Hohenwestedt schöne Bilder gemalt haben, aber nicht so den ganz großen Widerhall in der Bevölkerung gefunden haben“, sagt Redinger und zählt einige der allesamt inzwischen verstorbenen Hobby-Maler auf, deren Werke präsentiert werden sollen: Ulrich Lietz, Gerd Schönheim, Johannes Seeland, Rolf Teige, Herta Brodersen, Hans-Otto Holst und Hans Kapischke. Am 29. August startet im Museum eine von Winifried Schildbach konzipierte Ausstellung zur Geschichte der Dorfschulen aus dem Bereich des Schulverbands Hohenwestedt, für Oktober ist eine „Museumsnacht“ geplant, und ab dem 29. November zeigt Angelika Salzwedel aus Itzehoe eine Auswahl von historischen Adventskalendern. Sie hatte schon die Sonderschauen „internationale Weihnachtskrippen“ (2009) und „Anziehpuppen aus Papier“ (2013) zusammengestellt.

Der Museumsvereins-Kalender, der Gemälde von Grete Knickrehm (1889-1985) zeigt und der zwölf Euro gekostet hat, ist jetzt im Museum für elf Euro zu haben. „Wir haben noch Restposten; die Kalender werden jeden Monat einen Euro billiger“, erklärt Redinger.


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