Astrid-Lindgren-Grundschule : Ein Parkplatz wird zum Pausenhof

Klärendes Gespräch auf dem Restschulhof der Astrid-Lindgren-Schule: Elternbeiratsvorsitzende Claudia Ipsen, Christiane Kölln (Beisitzerin im Elternbeirat), Rainer Hinrichs und Torben Sievers (Verwaltung), Schulleiterin Katja Ahrens und Simone Kuhlmann (auch Rathaus, von links).
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Klärendes Gespräch auf dem Restschulhof der Astrid-Lindgren-Schule: Elternbeiratsvorsitzende Claudia Ipsen, Christiane Kölln (Beisitzerin im Elternbeirat), Rainer Hinrichs und Torben Sievers (Verwaltung), Schulleiterin Katja Ahrens und Simone Kuhlmann (auch Rathaus, von links).

Die letzte Phase des Neubaus der Heinrich-Heine-Schule zwingt die benachbarte Astrid-Lindgren-Grundschule zu Kompromissen.

shz.de von
30. März 2017, 08:45 Uhr

Direkt hinter der Astrid-Lindgren-Grundschule in der Neuen Dorfstraße in Büdelsdorf entsteht der Neubau der Heinrich-Heine-Gemeinschaftsschule (wir berichteten). Die Eltern der Grundschüler bekamen am vergangenen Freitag einen Brief, in dem ihnen von der Stadt mitgeteilt wurde, dass der große Pausenhof ab Montag gesperrt werde. Das führte zu Unmut. „Am Montagmorgen war schon der Bulldozer im Einsatz, und wir waren alle vor vollendete Tatsachen gestellt“, berichtete die Elternbeiratsvorsitzende Claudia Ipsen bei einem Treffen an der Grundschule. Die Spielgeräte seien abgerissen worden. Bis zu den Osterferien steht den Kindern noch ein Pausenhof neben der Sporthalle zur Verfügung, der dann aber ebenfalls gesperrt wird, weil dort ein Außensportfeld errichtet wird.

„Die Fläche muss vorbereitet werden, weil eine Tartanbahn verlegt werden soll“, begründete Rainer Hinrichs, Projektleiter für den Schulneubau, das Vorgehen. Nach den Osterferien steht den Grundschülern nur der bisherige Behelfsparkplatz an der Neuen Dorfstraße als Pausenhof zur Verfügung. „Ohne Spielgeräte“, machte Christiane Kölln vom Elternbeirat deutlich. Gleichzeitig falle der Parkplatz für Eltern und Lehrer weg. Zum Bringen und Abholen der Kinder sollen Eltern dann einen Busstreifen an der Schule nutzen. „Wir werden genau beobachten, ob das sicher und gefahrlos abläuft“, kündigte Torben Sievers an, der die Projektleitung ab dem 1. April von Rainer Hinrichs übernimmt, der wiederum Bürgermeister wird (wir berichteten).

Hinrichs und seine Stellvertreterin Simone Kuhlmann betonten, dass sie durch die Änderung des Bauzeitenplans durch den Generalunternehmer Goldbeck Mitte vergangener Woche überrascht worden seien. Um eine rechtzeitige Fertigstellung des Neubaus der Heinrich-Heine-Schule zu gewährleisten, sei man auf die Planungsänderungen eingegangen. „Diese Kröte mussten wir schlucken.“ Oberste Priorität habe die Sicherheit der 200 Grundschüler gehabt. Weil der Baustellenverkehr ab den Osterferien von Süden auf die Baustelle geführt werden soll, sei die Verlegung des Schulhofs nötig gewesen, betonte Hinrichs. Die Schulleiterin Katja Ahrens rief dazu auf, „das Beste aus der Situation herauszuholen, um einen gut nutzbaren Schulhof zu bekommen“. Sie will die Kinder befragen, welche Art von Spielen und Geräten sie auf dem provisorischen Pausenhof gerne haben möchten. „Wir müssen das so schlucken, obwohl uns im Herbst bei einer Informationsveranstaltung versprochen wurde, dass der Schulhof erst in den Sommerferien zum Parkplatz umgebaut wird“, stellte Claudia Ipsen fest. „Der Neubau der Heinrich-Heine-Schule ist ein Prestigeobjekt der Stadt zu Lasten der Grundschüler.“

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