3. Handball-Liga der Frauen : Ein paar Fehler zu viel gemacht

Aller Einsatz war vergebens: Die Kropperinnen um Lena Schulz (links) mussten sich Ivana Vujica und der TSG Wismar mit 27:30 geschlagen geben.
1 von 3
Aller Einsatz war vergebens: Die Kropperinnen um Lena Schulz (links) mussten sich Ivana Vujica und der TSG Wismar mit 27:30 geschlagen geben.

In der 3. Liga der Frauen musste sich die HSG Kropp-Tetenhusen im Spitzenspiel der TSG Wismar mit 27:30 geschlagen geben. Das Team von Trainer Thomas Carstensen hat jetzt nur noch minimale Titelchancen.

shz.de von
19. Januar 2015, 06:01 Uhr

Mehr als 400 Zuschauer waren am Sonnabend in die Kropper Geestlandhalle geströmt, um ein Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga der Frauen zu sehen. Sie wurden nicht enttäuscht. In einer starken Partie, der manche Beobachter Zweitliga-Niveau attestierten, setzte sich letztlich die Mannschaft durch, die sich einige Fehler weniger leistete. Der neue Tabellenführer TSG Wismar fügte der HSG Kropp-Tetenhusen die zweite Heimniederlage zu. 27:30 (14:16) hieß es nach 60 rasanten Minuten aus Kropper Sicht. „Wismar war besser und hat verdient gewonnen. Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Wir haben vielleicht fünf Fehler zu viel gemacht“, resümierte HSG-Trainer Thomas Carstensen.

Angefeuert von ihren etwa 100 mitgereisten Fans traten die Wismarerinnen wesentlich präsenter auf als die Gastgeberinnen. Allen voran Vivien Erdmann, die für ihre zwölf Tore aus dem Rückraum nur 14 Versuche benötigte. Egal, welche Abwehrvariante Carstensen auch ausprobierte, die Gäste hatten die passende Antwort parat. Weder mit einer 6:0-, noch mit der 5:1- oder 4:2-Formation ließ sich Wismars schärfste Angriffswaffe abstumpfen. Hinzu kam, dass das Kropper Torhüterinnen-Gespann Femke Lobstaedt und Christiane Sacher nicht ihren besten Tag erwischte. „Das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr hat nicht so funktioniert wie gewohnt“, sagte Carstensen. Die 11:8-Führung Mitte der ersten Halbzeit hatte nicht lange Bestand. Nach dem Seitenwechsel lief die HSG ständig einem Rückstand hinterher.

Der Coach wollte nur Imke Seidel hervorheben, die ihren Aufwärtstrend mit fünf Toren bestätigte. Kristin Machau, üblicherweise eine Bank im Angriffsspiel der HSG, leistete sich dagegen trotz ihrer acht Treffer gerade in den entscheidenden Phasen einige Fehler zu viel. Nicht gerade ungewöhnlich, wenn man weiß, dass sie seit Monaten aufgrund ihrer Ausbildung nicht mit der Mannschaft trainieren kann. Auch Mittelfrau Lena Schulz und Kreisläuferin Svenja Pahl waren gut zugestellt von der Wismarer Abwehr.

Mit der Niederlage hat sich die HSG vermutlich aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet, selbst wenn noch elf Partien zu absolvieren sind. Die TSG hat als Spitzenreiter fünf Punkte Vorsprung auf den Vierten Kropp-Tetenhusen. Carstensen: „Von den ersten vier Teams haben wir sicherlich die schlechteste Ausgangslage. Ich denke nicht, dass Wismar noch fünf Punkte abgeben wird.“ Was der Trainer nicht unerwähnt lassen wollte, war die Leistung der Unparteiischen. Das Gespann Folus/Boitzik aus Lübeck hat in seinen Augen eine gute Partie abgeliefert: „Sie haben das Spiel zugelassen, so wie es war. Wirklich super.“

HSG Kropp-Tetenhusen: Sacher, Lobstädt – Pahl (2), Jörgensen (1), Seidel (5), Lübker, Maier, Schulz (5), Machau (8/4), Börnsen (4), Ohm (2), Rohwer, Krück, Hansen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen