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Klein Wittensee : Ein neues Zuhause für das Dorfleben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Klein Wittensee weihte das neue Dorfgemeinschaftshaus ein. „Dat ole Sprüttenhus“ soll ein Treffpunkt für Vereine und Gruppen sein. Der ebenfalls neue Fitness-Parcours führt durch vier Gemeinden am Wittensee.

Vom Feuerwehrgerätehaus zum Treffpunkt für das Dorf – am Sonntag wurde in Klein Wittensee das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. Zudem wurden eine angrenzende Freizeitfläche und Fitnessgeräte am See ihrer Bestimmung übergeben.

Nachdem 2011 die Freiwillige Feuerwehr aufgelöst worden war, habe man über mögliche Verwendungen für das nicht mehr benötigte Gerätehaus diskutiert, blickte Bürgermeister Volker Bielfeldt bei der Begrüßung zahlreicher Einwohner zurück. Dass Bedarf nach einem Treffpunkt speziell für Senioren und junge Eltern bestand, zeichnete sich in den Workshops zur Daseinsvorsorge ab, die im Dorf stattfanden. Als 2013 die Aussicht auf Fördermittel der Aktiv-Region bestand, hatte der damalige Bürgermeister Hans-Claus Schnack ein Konzept erarbeitet, das neben dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses auch eine Freizeitfläche für Jung und Alt sowie einen Fitness-Parcours vorsah. Die Aktiv-Region förderte das Vorhaben und stellte 35 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung. Weitere 45 000 Euro kamen aus dem Verkauf des nicht mehr benötigten Löschfahrzeugs, 23 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt.

Das umgebaute Gebäude hat auf 95 Quadratmetern Grundfläche zwei miteinander verbundene Räume, eine Küchenzeile und behindertengerechte Sanitäranlagen. Die örtlichen Vereine und Gruppen können das Haus nutzen. Ein Yoga-Kursus sei bereits in Planung, „und weitere Ideen werden bestimmt noch kommen“, sagte Bielfeldt. Eine Vermietung der Räume für private Feiern und Veranstaltungen werde es allerdings nicht geben, solange das Dorf noch eine Gastwirtschaft habe.

Auf dem angrenzenden ehemaligen Schulhof ist eine Freizeitfläche mit Schaukel, Trampolin und Mehrfachspielgerät entstanden. Zudem wurde eine Boule-Bahn angelegt, die schon bei der Einweihung viel Anklang fand. „Vieles ist ehrenamtlich in Eigenleistung entstanden“, hob Schnack das Engagement von Bürgern hervor. Es sei wichtig, „die Dörfer schick zu machen“, auch um für junge Familien attraktiv zu sein, betonte er.

Der Amtsvorsteher Gero Neidlinger unterstrich, dass Gemeinschaftshäuser eine wichtige Rolle in den Dörfern spielten. „Sie bieten Raum für gemeinsames Leben.“ Als Treffpunkt seien sie wichtig, um Neubürger zu integrieren.

Als Vorsitzender des Naturparkvereins Hüttener Berger hat Schnack sich auch für den Fitness-Parcours rund um den See stark gemacht. In Haby, Groß Wittensee, Bünsdorf und Klein Wittensee werden insgesamt zehn Geräte aufgebaut. „Mit diesem Projekt haben wir bei der Aktiv-Region die höchste Punktzahl erreicht“, freute sich Schnack. 55 Prozent der Gesamtkosten von 45 000 Euro kamen aus Fördermitteln. In Klein Wittensee sind die drei Fitness-Geräte schon direkt am Seeufer aufgestellt worden. „Sportgeräte, die auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können“, betonte Schnack und forderte seine Mitbürger auf: „Nutzt die Geräte, sie sind echt gut.“

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