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Werbung für Rendsburg : Ein neuer Werbeslogan ist gefunden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stadtmarketingbeirat entscheidet sich für „Rendsburg – Am Nord-Ostsee-Kanal“. Der Senat muss am Donnerstag noch zustimmen. Das Logo mit Hochbrücke und Kanal bleibt.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 11:02 Uhr

Mit dem Slogan „Rendsburg – Am Nord-Ostsee-Kanal“ soll die Stadt nach dem Willen des Stadtmarketingbeirats künftig für sich werben. Das Gremium entschied sich gestern Abend unter drei Möglichkeiten für diese Variante. Sie soll den Spruch „rendsburg. hier passiert die Welt ablösen“, der erst 2009 aus der Taufe gehoben, von vielen jedoch als zu doppeldeutig empfunden worden war. Beibehalten werden soll das Logo mit den symbolisierten Wahrzeichen Eisenbahnhochbrücke und Kanal. Der Senat entscheidet in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag, ob er der Empfehlung des Beirats folgt.

„Mehr kann man nicht erwarten als so ein eindeutig getragenes Votum“, kommentierte Bürgermeister Pierre Gilgenast, von Amts wegen Beiratsvorsitzender, den Prozess der Meinungsbildung. Zuvor hatte Wolfhardt Bless von der Agentur Markt und Trend als Alternativen die Parolen „Rendsburg – Stadt.Land.Kanal“ und „Rendsburg. Stadt an Eider und Kanal“ präsentiert. Mit dem gewählten Spruch werde ähnlich wie beim schlichten „Köln am Rhein“ ein hoher Bekanntheitsgrad erreicht – und der Name der Stadt wieder großgeschrieben. „Der Kölner Dom von Rendsburg ist der Kanal“, stellte IHK-Zweigstellenleiter Rainer Bock fest. Und Pascal Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde, bekräftigte: „Es gibt keine andere Stadt, in der die Pötte eine Ortsdurchfahrt haben.“ Den Bürgern soll der neue Leitspruch eventuell in einer gesonderten Veranstaltung schmackhaft gemacht werden.

Einen eigenen Spruch erfand Ratsfrau und Zuhörerin Sabine Stechmann (Modernes Rendsburg) mit „Die weltoffene Kanalstadt im Herzen Schleswig-Holsteins“ im Zusammenhang mit dem zweiten Tagesordnungspunkt der Beirats-Zusammenkunft. „Weltoffen“ war einer der Begriffe, mit denen Rendsburg in der Image-Umfrage belegt wurde, deren Ergebnisse dem Beirat ebenfalls vorgestellt wurden.

Professor Dr. Hans-Dieter Ruge und Oliver Franz vom Institut für regionales Marketing, Forschung und Bildung der Fachhochschule Westküste haben die Telefongespräche einer Hamburger Agentur mit 250 Rendsburgern und 300 Bürgern aus dem Umland im Alter von über 16 Jahren ausgewertet. Diese erste „Nullbefragung“ dient als Basis für eine Folgeaktion zum späteren Zeitpunkt.

Ein Fazit: „Die Rendsburger halten viel von ihrer Stadt.“ Aber auch: „Alles steht und fällt mit dem Einkaufsangebot,“ wie Franz betonte. So würden Dinge für den kurzfristigen Bedarf wie Lebensmittel zu 95 Prozent im Heimatort gekauft, während bei mittel- und langfristiger Versorgung wie Textilien, Elektrogeräte oder Auto Kiel stärker ins Spiel komme. Dienstleistungsangebote wie Werkstatt- oder Friseurbesuche werden „vor der Haustür“ und von 50 Prozent der Bürger aus der Region ebenfalls in der Kreisstadt wahrgenommen.

Beliebt ist Rendsburg als Wohnort, der auch einem Freund empfohlen werden kann. Das Freizeit- und Kulturangebot wurde als Magnet bezeichnet, wobei das Theater große Bedeutung für die Menschen in Stadt und Land hat. Als positiv empfinden diese auch die einzigartige Geschichte der Stadt und das gute Schulangebot. Identifizieren können die Rendsburger sich laut Umfrage mit dem Kanal und ihren Industriedenkmälern Hochbrücke und Schwebefähre, die gleichwohl noch stärker herausgestellt werden sollten.

Weniger gut als die genannten Merkmale kommen Sauberkeit und Sicherkeit weg. Und immer wieder wurde ein schon länger beklagter Mangel genannt: „Mehr Leerstand würde die Stadt nicht verkraften“, lautete das Resümee der Fachleute. Fast alle anderen Schwächen hingen mit diesem Manko zusammen.


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