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Vertrags-Kündigung : Ein neuer Träger wird gesucht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Förderverein Schule Altstadt gibt wegen Überalterung zum Jahresende die Aufgaben der Ganztagsbetreuung ab

Vor einer ungewissen Zukunft steht die offene Ganztagsbetreuung an der Schule Altstadt inklusive Europaforum und frühere Claus-Siljacks-Schule. Der Förderverein der Schule hat die Verträge, in denen die ihm von der Stadt übertragenen und finanzierten Aufgaben festgeschrieben sind, zum 31. Dezember gekündigt. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses bekannt. Ein Grund für diesen Schritt ist die Überalterung der Vorstandsmitglieder. Jetzt wird ein neuer Träger gesucht.

Sowohl er selbst als auch sein Stellvertreter Norbert Ermeling (73) und weitere Angehörige des Vorstands seien im Ruhestandsalter, bedauerte der 68-jährige Fördervereins-Vorsitzende Fritjof Wilken. Die täglich mit viel ehrenamtlichem Engagement getane Arbeit könne so nicht weiter geleistet werden. Es gehe jetzt darum, einen hauptamtlichen Träger zu finden, der bei der Betriebsübernahme in die Arbeitsverträge einsteigt. Der Verein sah sich gezwungen, 17 vorsorgliche Kündigungen an Sozialpädagogen, Reinigungskräfte und weitere Mitarbeiter auszusprechen.

Die Vertragskündigungen mit Rendsburg beziehen sich auf die Offene Ganztagsschule, für welche die Stadt einen jährlichen Zuschuss von 16 500 Euro beisteuert, die Offene Jugendarbeit (50 000 Euro), die Betreute Schule nach einem dänischen Modell (32 900 Euro), die Reinigung des Europaforums (20 000 Euro) unddie Schulsozialarbeit, für die es keine städtische Förderung gibt. Hier ist Brigitte Wendel tätig, die als Zuhörerin in der Sitzung Klarheit verlangte.

Der heute rund 120 Mitglieder zählende Förderverein war 1989 als erste derartige Einrichtung in Schleswig-Holstein unter der Bezeichnung „Betreuungsgruppe“ ins Leben gerufen worden. Heute können in mehreren Gruppen bis zu 300 Kinder und Jugendliche den verschiedensten Tätigkeiten nachgehen. Das Angebot reicht von kreativer Beschäftigung über Bewegungsspiele bis zu Selbstbehauptungskursen für Mädchen. Rund 120 Mittagessen werden täglich ausgegeben, im Jahr bis zu 450 000 Euro umgesetzt.

Die Verwaltung erhielt vom Ausschuss den Auftrag, ein „Interessenbekundungsverfahren“ in Gang zu setzen. Im Gegensatz zu einer öffentlichen Ausschreibung werden dabei laut Fachbereichsleiter Herbert Schauer gezielt Vereine und Organisationen angesprochen, die für die Übernahme einer solchen Aufgabe in Frage kommen. Das könnten etwa Brücke oder Diakonisches Amt sein. Voraussetzung ist die Anerkennung als Jugendhilfeträger. Einige Intressenten hätten sich bereits gemeldet. Schulleitung, Eltern- und Schülervertreter sollen in den Prozess eingebunden werden.

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erstellt am 27.Aug.2013 | 17:05 Uhr

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