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Umbau in Rendsburg : Ein Neubeginn für die Altstadtpassage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In Rendsburg ist ein radikaler Umbau der Altstadtpassage im Gespräch – denn aus dem einstigen Vorzeigeobjekt ist in den vergangenen Jahren ein Problemfall geworden.

Rendsburg | Sie war einst ihrer Zeit voraus. Die Mitte der 1980-er Jahre eröffnete Altstadtpassage war eine der ersten überdachten Einkaufs-Malls im Land. Ein Vorzeige-Objekt, aus dem in den vergangenen Jahren ein Problemfall geworden ist. Wechselnde Geschäfte, verwaiste Flächen, die versteckte Lage und ein eher ungastliches Ambiente unter Glas machen den verbliebenen Händlern und Gastronomen zu schaffen.

Doch jetzt deutet sich Besserung an. Die Immobilie steht vor dem Neubeginn. Im Februar werden zunächst die beiden Eingänge zum Altstädter Markt und zur Hohen Straße umgestaltet. Sie sollen nach einem kürzlich gefällten Beschluss der Eigentümerversammlung heller und freundlicher werden – und so mehr Kunden in die Passage locken.

Im Frühjahr kommt dann auch Bewegung ins Innere. Mitte Mai wollen die stadtbekannten Fachgeschäfte „Kruse Spiel & Fun“ und „Sport-Rakete“ in die Altstadtpassage wechseln. Und nicht nur das. Die Eigentümer streben auch Umbauten an, die das Aussehen der Altstadtpassage radikal verändern könnten. Unter anderem gibt es konkrete Überlegungen, den gläsernen Fußgängertunnel, der von der Hohen Straße in die Passage führt, ersatzlos abzureißen. Die Wintergarten-artige Glasfront wird möglicherweise nach hinten versetzt. Dadurch würde Platz geschaffen für einen idyllischen Innenhof.

Nach Auskunft von Stephanie Ebsen von der Büdelsdorfer City Immobilien GmbH, die die Passage betreut, ist ein entsprechender Architektenentwurf in der Diskussion. Die Verwalterin weist jedoch darauf hin, dass ein einstimmiger Beschluss der Eigentümer notwendig sei. „Wir sind da noch mitten in den Planungen.“ Der Eigentümer-Kreis besteht aus 20 Parteien mit zusammen 33 Geschäfts- oder Wohneinheiten.

Seit gestern zählt Thorsten Aust zu dieser Gemeinschaft. Der Inhaber von „Sport-Rakete“ unterzeichnete den Kaufvertrag für ein Objekt mit drei Etagen und zusammen 235 Quadratmetern Nutzfläche im Kernbereich der Passage. Es stammt aus der Insolvenzmasse der Hartmann-Gruppe. Im ersten Stock will Aust am 15. Mai sein Sportgeschäft eröffnen, darunter ein Café. Das Kruse-Spielzeuggeschäft gegenüber nimmt ab Mai zwei Etagen ein. Geplant ist unter anderem eine Rutsche, auf der Kinder ins Erdgeschoss sausen können.

Sportausstatter Aust glaubt fest an die Zukunft der Altstadtpassage. Der zentrale Standort und die Überdachung bieten seiner Meinung nach viele Vorteile und Platz für Aktionen. Im jetzigen Zustand sei der Durchgang aber nicht einladend genug. „Wir müssen hier Sitzplätze schaffen“, sagt Aust, der ebenfalls betont, dass die Eigentümerversammlung das letzte Wort habe. „Die Leute müssen Lust bekommen, sich in der Altstadtpassage aufzuhalten.“

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erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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