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Handball, 3. Liga : Ein letztes Mal direkte Gegnerinnen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach dem Derby zwischen dem TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen am Sonntag wird der Fusionsvertrag unterzeichnet.

Es ist ein historisches Derby, das am Sonntag in der Owschlager Sporthalle stattfindet. Zum letzten Mal vor der Fusion (die Landeszeitung berichtete) treffen die Drittliga-Handballerinnen des TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen aufeinander. Um 14 Uhr ertönt der Anpfiff. 60 Minuten lang kämpfen die Dauerrivalen um Punkte. Danach werden aus den Kontrahenten Mannschaftskameradinnen. Direkt nach Spielschluss werden die Vereinsvorsitzenden der drei Stammvereine TSV Owschlag, TSV Kropp und Germania Tetenhusen den Kooperationsvertrag in einer kleinen Feierstunde auf dem Spielfeld unterzeichnen.

Für TSV-Trainer Rainer Peetz steht bis dahin das Sportliche im Mittelpunkt. Er erwartet nach dem eher defensiv geprägten Hinspiel (19:19) einen offenen Schlagabtausch. „Wir spielen mit offenem Visier, gehen ohne große Taktik in die Partie. Ich erwarte ein Offensivspektakel. Wir wollen dem großen Favoriten ein Bein stellen“, proklamiert Peetz. Dass er seinem Team keine taktische Marschroute gegen den Tabellenvierten mit auf den Weg geben wird, erscheint jedoch mehr als unwahrscheinlich. Vielmehr möchte Peetz vermutlich nicht verraten, mit welchen Schachzügen er den Kropper Angriff matt setzen will.

Für Peetz macht das im vergangenen Sommer zur HSG gewechselte Harrisleer Trio Kristin Machau, Lena Schulz und Sabrina Maier den Unterschied aus. „Ohne diese drei sehr guten Zweitliga-Spielerinnen wäre die HSG genau wie zum Beispiel Vechta ein Abstiegskandidat“, stellt der Coach fest. Eine Aussage, die für Zündstoff im gegnerischen Lager sorgen dürfte. HSG-Trainer Thomas Carstensen sieht es gelassen, lässt die Giftpfeile lieber im Köcher. „Das möchte ich gar nicht kommentieren. Ich bin mir zwar sicher, dass wir ohne die Zugänge aus Harrislee nicht auf Platz vier stehen würden, aber wir würden auch nicht absteigen. Für uns sind solche Kommentare eher Motivationsspritzen“, so Carstensen. Er weiß, dass seine Mannschaft derzeit nicht in der Form der Hinrunde ist. Trotzdem laute das Ziel, in Owschlag zu gewinnen. „Wir wollen nicht weiter in der Tabelle abrutschen, sondern versuchen, noch einen Platz nach oben zu klettern“, sagt Carstensen.

Der Kropper Coach kann mit voller Kapelle antreten, während Peetz auf Leitwolf Greta Stolley (Entzündung im Sprunggelenk) verzichten muss. Für Stolley werden wie bereits am vergangenen Wochenende wahlweise Nina Lyke, Jill Sievert oder Franziska Peters auf der Mitte einspringen. Peetz: „Nach vier Jahren unter meiner Regie ist die Mannschaft in der Lage, auf solche Situationen taktisch zu reagieren.“

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