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Obereiderhafen : Ein Hafen für Forschung, Freizeit und Gesundheit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Investor Stefan Blau stellt Konzept für das Gelände an der Obereider vor. Baubeginn im Juli 2017 als Ziel.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2016 | 09:22 Uhr

Der bayerische Investor Stefan Blau hat seine Pläne für den Obereiderhafen präzisiert. Im Bauausschuss präsentierte der 59-jährige Unternehmer gestern ein selbst ausgearbeitetes Konzept für das 1,24 Hektar große und seit Jahren brach liegende Gelände. Der Entwurf sieht ein Nebeneinander der Sparten Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Freizeit und Tourismus vor. Baubeginn soll nach den Wünschen des Chefs der Systema Unternehmensgruppe am 1. Juli 2017 sein, die Fertigstellung eineinhalb Jahre später.

Der Obereiderhafen als „Standort für Innovation und Inklusion“ – so beschreibt Blau die Leitidee des geplanten Hafenviertels. Drei Hauptsäulen sollen für Leben an der Wasserkante sorgen: Am nördlichen Ende sieht Blau den Bau eines Hotels mit angeschlossenem Boardinghouse vor. Letzteres hat Geschäftsreisende oder Schulungsteilnehmer als Haupt-Zielgruppe. „Viele Seminare und Veranstaltungen konnten in Rendsburg bisher überhaupt nicht stattfinden, da nicht genügend Übernachtungskapazität vorhanden war“, sagte der Projektentwickler und betonte zugleich, dass er nicht in Konkurrenz zu den vorhandenen Übernachtungsbetrieben gehen wolle. „Von einem weiteren Hotel profitieren alle.“ Die Absichtserklärung eines international tätigen Betreibers liege vor. „Ich sehe ein Hotel, das in der Lage ist, mit den vorhandenen Attraktionen in ein weltweites Buchungssystem hineinzugehen.“

Zweite Säule ist der Sektor Gesundheit. Hier plant der Investor „ganz bewusst kein weiteres Ärztehaus“, sondern eine Spezialklinik mit Gesundheitscenter und einem Angebot, bei dem Wellness, Fitness und Prävention die Schwerpunkte bilden. Auch hier will der Bayer keine Konkurrenz, sondern Synergien erzeugen. Das Projekt solle „von Rendsburg, für Rendsburg“ sein.

Den dritten Hauptbereich betitelt der Ideengeber mit Wirtschaft/Bildung. Ein Gründerzentrum für Start-ups, Büros und ein kleiner Hochschul-Ableger schweben ihm vor. Blau baut auf die Unterstützung der regionalen Wirtschaftsverbände. Mit einer Science- und Unterhaltungswelt für Kinder will er das Angebot abrunden. Der Obereiderhafen solle komplett barrierefrei sein. „Inklusion bedeutet für mich persönlich, ein Gesamtprojekt zu realisieren, bei dem sich alle willkommen fühlen und entscheiden können, was sie machen wollen und nicht, was sie machen können.“ Wichtig sei, dass der Hafen durch das Mosaik an Angeboten durchgängig belebt werde, auch abends. Ziel sei eine Kombination aus Wirtschaftlichkeit und Attraktivität. „Geld verdienen Sie nur, wenn die Menschen sagen: Ja, da gehe ich hin.“ Hier spielten das Hotel/Boardinghouse eine Schlüsselrolle.

Loslegen und das Grundstück kaufen will Blau aber erst, wenn er ein eindeutiges Votum aus Rendsburg für sein Konzept hat. Danach sei ein vereinfachter städtebaulicher Wettbewerb denkbar, auf dessen Grundlage ab Ende 2016 die weiteren Planungen verlaufen.

Der Bauausschuss zeigte sich parteiübergreifend angetan. Ohne Gegenstimme wurde eine Empfehlung an die Verwaltung ausgesprochen, mit Stefan Blau in die Verhandlungen über einen Kauf des Grundstücks einzutreten.

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