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Bergenhusen : Ein Geschenk zum Jubiläum auf 322 Seiten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine neue Chronik über 85 Jahre Stapelholmer Sängerbund ist gerade rechtzeitig zum Jubiläum erschienen. Allein die Sichtung des Materials dauerte sechs Monate.

Am Anfang stapelten sich die Protokolle, Fotos und Dokumente in vier Wäschekörben. Sechs Monate lang wurde das Material gesichtet. Regelmäßig freitags traf sich ein Team von rund zehn Männern in der „Alten Meierei“ in Bergenhusen. Die Heimatforscher nahmen die Papiere unter die Lupe und vertieften sich in die Vergangenheit. Jetzt liegt das Ergebnis der Fleißarbeit vor: Auf 322 Seiten wird in einer Bildband-Chronik die Geschichte des Stapelholmer Sängerbunds erzählt.

Die druckfrische Neuerscheinung mit dunkelrotem Einband und dem Stapelholm-Wappen auf der Titelseite ist ein Geschenk zum 85. Geburtstag. Denn im Jahr 1929 wurde der Stapelholmer Sängerbund gegründet, der die Chöre der Region vereint. „Die Leistung dieser Gemeinschaft soll der jungen Generation nicht vorenthalten werden“, sagt der Vorsitzende Hans Christian Langner, der für rund 235 Sängerinnen und Sänger in neun Chören und Gesangsvereinen spricht. Daher sei von den Mitgliedern eines Chronik-Ausschusses mit viel „Herzblut“ das Buchprojekt realisiert worden.

Der informative Streifzug durch die Kulturgeschichte der Chöre in der Eider-Treene-Sorge-Region, die eine mehr als 150-jährige Tradition vertreten, wird morgen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zunächst soll die Dokumentation in einem Gottesdienst in der Bergenhusener Kirche gesegnet werden. Bei einer anschließenden Kaffeetafel in der Gaststätte „Hoier Boier“ können sich die Gäste dann in den Lesestoff über die Chorgemeinschaft vertiefen.

„1929 traten dem Sängerbund, der von dem Kunstmaler Peter-Hinrich Rief aus Erfde ins Leben gerufen worden war, 350 Mitglieder bei“, verrät Hans Christian Langner. 1949 habe der Bund über 1000 Mitglieder gehabt. „Viele Menschen haben sich immer wieder im Laufe der Zeit mit viel Arbeit und hohem Leistungswillen für den Gesang und die plattdeutsche Sprache eingesetzt.“ Der Sängerbund bewahre durch die Pflege des Liedguts die Liebe zur Heimat und gestalte wesentlich das Kulturleben in den Dörfern.

Zum 85. Geburtstag werfen die Jubilare allerdings nicht nur einen Blick zurück. „Wir dürfen nicht stehen bleiben und müssen uns für die Jugend öffnen“, fordert Langner vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen. „Die Liedauswahl hat sich schon gewandelt“, beschreibt der stellvertretende Sängerbund-Vorsitzende Peter Ick die Neuausrichtung. „Neben dem Ännchen von Tharau haben wir auch schon mal einen Beatles-Titel oder einen Gospel-Song im Repertoire“. Und Hans Christian Langner hofft: „Vielleicht kann auch die Chronik dazu beitragen, dass die Chöre den erhofften Zuwachs bekommen.“ Denn: Jede Stimme zählt.

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erstellt am 19.Sep.2014 | 09:42 Uhr

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