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Rund 3000 Besucher : Ein ganzer Kontinent in einem Saal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der 7. Afrika-Tag im Hohen Arsenal fand große Resonanz. 30 Verkaufs - und Informationsstände, Musik und Modenschau luden ein. Der Erlös geht an eine Betreuungseinrichtung für Kinder.

Der Aufforderung folgten die Menschen nur zu gern: „Auf nach Afrika“ hieß es gestern zum 7. Mal bei der Veranstaltung des gleichnamigen Vereins im Hohen Arsenal. An knapp 30 Ständen gab es Schmuck und Kunsthandwerk, Mode und jede Menge Informationsmaterial zum Kennenlernen des Schwarzen Kontinents. Dabei kamen einige Aussteller sogar doppelt exotisch daher.

Im Dirndl bot die usprünglich aus Kenia stammende Josephine Ebert fantasievolle geschnitzte Holzfiguren und Schmuckstücke an. Der Grund für die ungewöhnliche Kleidung der jungen Frau ist ihre neue Heimat: Sie wohnt im bayrisch-fränkischen Erlangen in der Nähe von Nürnberg.

Nicht vorbei kamen die Gäste am Eingang des Bürgersaals an vier Männern. Die aus Eisen von einem Künstler in Zimbabwe zusammengeschweißten Figuren verkörperten unter dem Titel „Herstellung der Giftpfeile“ Buschmänner vom Stamme der Saan. Nur weitere vier Künstler des afrikanischen Erdteils arbeiten noch mit diesem Material. Aus Eisen waren auch die beiden Wasserträgerinnen, die am Treppenabgang um eine Spende baten.

Mit einer sportlichen Neuheit warteten die beiden Jungunternehmer Jonas Stolzke und Maximilian Schay auf. Viele Fragen potenzieller Kunden mussten die Studenten zu ihren Bambus-Fahrrädern mit dem Namen My Boo (Mein Liebling) beantworten. Die Räder werden in Ghana je nach Wunsch individuell gefertigt, in Marne lackiert und in einem Sportgeschäft in Fockbek montiert. Das Rendsburger Messe-Sonderangebot für ein Gefährt: 1850 statt der üblicherweise verlangten 1980 Euro.

Gerade von einer zweiwöchigen Südafrika-Reise mit dem Gospelchor Holtenau zurück ist Manuela Quade, die zusammen mit Andrea Neusüß Artikel für die Südafrika-Hilfe verkaufte. Für diesen Zweck sind auch die Einnahmen des Jahreskonzertes bestimmt, zu dem der Chor für den 9. November in die Kieler Dankeskirche einlädt.

„Bölleli – mit Herz“ lautet der Name der Organisation, die mit Kleidung und Kunsthandwerk für kleinerer Projekte in Westafrika warb. Die Mitglieder sind auf pädagogischem, künstlerischem sowie medizinisch-sozialem Gebiet tätig.

Auch der kulinarische Bereich kam nicht zu kurz. Die Besucher konnten neben weiteren Spezialitäten Straußen-Salami und -Schinken, Chorbo und Thibarine, Suppe und Dattellikör aus Tunesien, probieren.

Detlef Mai, Vorsitzender des Vereins „Auf nach Afrika“, zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. Es habe sich als vorteilhaft erwiesen, den Afrika-Tag am verkaufsoffenen letzten Oktober-Sonntag zu veranstalten. Er schätzte, dass bis zu 3000 Interessenten den Weg ins Kulturzentrum fanden.

Der Erlös des Afrika-Tags, zu dem auch eine Modenschau, musikalische Darbietungen, eine Tombola und Vorträge gehörten, ist für das Simunye Day Care Center in Südafrika bestimmt. Diese Bildungs- und Betreuungseinrichtung für etwa 60 Kinder von zwei bis sechs Jahren finanziert sich zurzeit ausschließlich aus Spenden. Für monatlich zehn Euro können auch Patenschaften für Kinder übernommen werden (www.simunyedaycarecentre.org).


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erstellt am 27.Okt.2013 | 14:51 Uhr

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