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Landeszeitung

20. September 2017 | 04:18 Uhr

Handball-Oberliga : Ein Funken Resthoffnung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Hohn/Elsdorf will gegen den HSV II drohenden Abstieg noch verhindern.

Der ganze Kreis Rendsburg-Eckernförde ist im Männerhandball aus der Oberliga verschwunden. Der ganze Kreis? Nein, ein kleines Dorf wehrt sich weiterhin mit allen Kräften – und schafft es hoffentlich, damit auch weiterhin in der Region Oberligahandball geboten wird. Die HSG Hohn/Elsdorf kann als einziges Team die Rendsburger Abstiegs-Tragödie noch ein klein wenig lindern.

Der TSV Alt Duvenstedt und die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg sind bereits verloren, Hohn/Elsdorf hat noch einen Funken Resthoffnung. Und der soll morgen in der Werner-Kuhrt-Halle (17 Uhr) einen sportlichen Flächenbrand entfachen, der dem hochfavorisierten HSV Hamburg II keine Chance lässt. Nur ein Sieg würde den Abstieg noch verhindern, bei einem Remis müssten zumindest die anderen Ergebnisse stimmen. Gleichzeitig spielen die Mitkonkurrenten SG Wift und SG Hamburg-Nord gegeneinander (siehe Info unten).

Es ist eine Partie des Abschieds, so oder so. Zum letzten Mal trägt Ulf Thöming das Trikot der ersten Herrenmannschaft, zum letzten Mal heißt der Verein HSG Hohn/Elsdorf. Außerdem findet nach der Partie die bekannte Ein-Euro-Party in der Hohner Sporthalle statt, die wie in den vergangenen Jahren zu einem vergnüglichen Saisonausklang werden soll. „Aus allen Gründen und allen voran, um nicht abzusteigen, wollen wir unbedingt gewinnen. Das muss bei allen in den Kopf rein, jeder muss alles hineinwerfen“, fordert Trainer Thies Schmalfeld. Es wird gemunkelt, dass es auch für ihn die letzte Partie ist. „Das kommentiere ich erst in der nächsten Woche. Jetzt steht der Klassenerhalt an“, äußert er sich dazu allerdings nicht.

Im Hinspiel hatte sein Team aber wenig zu bestellen. 20:37 hieß es am Ende aus Sicht der völlig unterlegenen Hohner. Überhaupt ging die HSG aus den bisherigen sechs Duellen mit der Hamburger Bundesliga-Reserve erst einmal als Sieger hervor. In der Spielzeit 2011/12 gelang in heimischer Halle ein 33:31-Sieg. Wiederholung erwünscht! Dann würde dem Kreis Rendsburg-Eckernförde zumindest ein Oberligist erhalten bleiben.

Rechenspiele: Hohn/Elsdorfs Optionen auf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga

Die HSG Hohn/Elsdorf gewinnt: Die HSG Hohn/Elsdorf hat dann 19:33 Punkte und ist in jedem Fall gerettet, da im direkten Duell die Mitkonkurrenten SG Wift und SG Hamburg-Nord aufeinandertreffen. Der Verlierer dieses Duells muss mit 18:34 Punkten absteigen. Endet die Partie unentschieden, hängt die Abstiegsfrage vom Ausgang des Spiels des Preetzer TSV beim FC St. Pauli ab. Verliert Preetz haben gleich vier Teams (Preetz, Wift, HH-Nord, Hohn) 19:33 Punkte. Dann heißt der Absteiger SG Hamburg-Nord, da die Hamburger die schlechteste Bilanz im Vergleich untereinander aufweisen. Holt Preetz mindestens einen Punkt, dann haben nur drei Teams (Wift, HH-Nord, Hohn) 19:33 Punkte – und die SG Wift muss absteigen. Die Hohner bleiben aufgrund ihrer guten Bilanz gegen die Mitkonkurrenten in der Oberliga.

Die HSG Hohn/Elsdorf spielt unentschieden: Die Hohner haben dann 18:34 Punkte und müssen hoffen, dass die SG Wift gegen die SG Hamburg-Nord gewinnt. Endet das Spiel der Mitkonkurrenten unentschieden, haben sowohl Wift und Hamburg-Nord 19:33 Punkte. Die HSG Hohn/Elsdorf ist abgestiegen. Gewinnt die SG Wift, sind die HSG Hohn/Elsdorf und die SG Hamburg-Nord punktgleich. Aufgrund des besseren direkten Vergleichs bleiben die Hohner in der Oberliga. Gewinnt die SG Hamburg-Nord, sind Hohn/Elsdorf und Wift punktgleich. Da Hohn/Elsdorf das Hinspiel mit 32:31 gewonnen hat, die SG Wift das Rückspiel aber mit 29:25, muss die HSG absteigen.

Die HSG Hohn/Elsdorf verliert: Die HSG Hohn/Elsdorf ist definitiv abgestiegen.

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