Rendsburg/Büdelsdorf : Ein Feuerwerk an Möglichkeiten

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit hieß es zumindest für Mareike Wendelsky (18, l.) und Farina Niemann (18)
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Erst das Vergnügen, dann die Arbeit hieß es zumindest für Mareike Wendelsky (18, l.) und Farina Niemann (18)

Die erste Lehrstellenrallye war ein voller Erfolg. Mehr als 500 Schüler beteiligten sich an dem vielfältigen Angebot der 22 Unternehmen.

shz.de von
28. Juni 2014, 12:00 Uhr

Zu gewinnen gab es ein iPad, doch für den einen oder anderen Teilnehmer ergaben sich zusätzlich völlig neue Zukunftsperspektiven.

Unter dem Motto „Hineinschnuppern und Ausprobieren“ erkundeten über 500 Schüler während der ersten Lehrstellenrallye die ansässigen Betriebe in Rendsburg und Büdelsdorf. Insgesamt 22 Unternehmen beteiligten sich an der Aktion, die von den Wirtschaftsjunioren Rendsburg der Industrie- und Handelskammer zu Kiel organisiert wurde.

Der Startschuss fiel um 11:30 Uhr. Vier Stunden hatten die Jugendlichen, um mindestens drei Stempel auf ihrer Stempelkarte zu sammeln, um so im Anschluss an einer Verlosung teilnehmen zu können. Der Hauptpreis: ein iPad. Viele Schulen waren bereit, ihren Schülern an diesem Tag frei zu geben.

„Mir gefällt meine Ausbildung und ich möchte Schülern diesen abwechslungsreichen Beruf gern näher bringen“, erklärte Lisa-Marie Busch, Veranstaltungskauffrau im dritten Lehrjahr bei ACO. So war sie eine von vielen Auszubildenden des Unternehmens, die sich mit Informationsmaterial gestern in der ACO Academy versammelten.

Das Unternehmen hat allein in diesem Jahr 20 Auszubildende unter ihrer Belegschaft und bietet elf verschiedene Ausbildungsberufe mit der Möglichkeit eines dualen Studiums an. Darunter befindet sich auch der Fachinformatiker für Systemintegration.

Um dessen Tätigkeit anschaulich und spielerisch zu demonstrieren, hatte Lesley Nelsen, die in diesem Beruf bereits ausgebildet ist, zu einem kleinen Wettbewerb aufgerufen: die Teilnehmer hatten fünf Minuten Zeit, alle sich auf dem Tisch befindenden elektronischen Geräte ordnungsgemäß anzuschließen.

Dieser Herausforderung stellte sich auch Farina Niemann (18), die sich schließlich sogar für eine Lehrstelle interessierte. „Ich mache bald mein Abitur und kann mir gut vorstellen, den Weg eines dualen Studiums zu gehen.“

Es waren insgesamt aber 40 verschiedene Lehrstellen und duale Studiengänge, die es zu hinterfragen oder sogar neu zu entdecken gab.

Bei Fahrrad Rosacker in Büdelsdorf erkundigten sich die Jugendlichen über den Zweiradmechaniker, ein Ausbildungsberuf, der wesentlich mehr mit sich bringe, als man zunächst glaube, so Inhaber Carsten Sommerfeldt. „Man ist ja nicht nur Mechaniker, sondern häufig auch als Verkäufer für die Kunden tätig.“ Zudem sei dies ein zukunftsträchtiger Job: in Zeiten der umweltfreundlichen Fortbewegung spiele das Fahrrad eine immer größer werdende Rolle.

In den Räumlichkeiten der Sparkasse Mittelangeln war der Andrang besonders groß: bereits nach der Hälfte des Tages hatten sich 120 Schüler den Vortrag über die Ausbildung zum Bankkaufmann angehört. Für den 14-jährigen André Strangier war dies nur eine Bestätigung: „Ich habe mich bereits auf ein Praktikum beworben. Ich glaube schon, dass diese Arbeit etwas für mich sein könnte.“

Wer nicht allein an der Rallye interessiert war, hatte am Nachmittag zudem die Möglichkeit, an einer Berufsberatung teilzunehmen. Der Tag gipfelte schließlich in der Preisverleihung im Europaforum.

„Diese Aktion war ein Erfolg auf der ganzen Linie.“, erklärte Sebastian Gastes von den Wirtschaftsjunioren zufrieden. Das Engagement der Auszubildenden und ihrer Unternehmen sei bemerkenswert und auch die Beurteilung sehr positiv. „ Heute sind wir sicher: eine Lehrstellenrallye wird es im nächsten Jahr wieder geben.“

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