Faszination Fliegen : Ein Fest mit Nervenkitzel

Am Steuerknüppel: Arno Erlach (rechts) bekommt eine Einweisung von dem erfahrenen Piloten Frank Boettiger.
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Am Steuerknüppel: Arno Erlach (rechts) bekommt eine Einweisung von dem erfahrenen Piloten Frank Boettiger.

In die Luft gehen konnten die Besucher in Schachtholm. Die Rundflüge gehörten zu den begehrtesten Programmpunkten des Flugplatzfestes. Auch wer unten blieb, bekam viel zu sehen.

shz.de von
10. Juni 2014, 06:00 Uhr

Vom Ultraleichtflieger bis zur großen Transall der Bundeswehr – beim Flugplatzfest in Schachtholm wurde Tausenden von Besuchern an den Pfingsttagen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Und wer einen besonderen Nervenkitzel suchte, war bei Wilfried Josko an der richtigen Adresse. Mit dem Tandem-Master zusammen konnte man sich aus 3000 Metern in die Tiefe stürzen. Als „Pulsbeschleuniger“ sprang Josko zusammen mit Melanie Beck mit dem Fallschirm über dem Flugplatz ab. Nach 60 Sekunden im freien Fall wurde der Schirm geöffnet und brachte die beiden sicher auf die Erde zurück.

„Ich wollte nach dem bestandenen Abitur etwas ganz besonderes machen“, erklärte die 19-Jährige aus Darmstadt. Und weil ihre Mutter in Norddeutschland wohnt, fand ihr erster Sprung über Schachtholm mit Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal statt.

Den Blick von oben genoss auch Arno Erlach aus Westerrönfeld. Er sei schon einige Male in kleinen Flugzeugen mitgeflogen, aber am Sonnabend erstmals auf dem Pilotensitz. Frank Boettiger aus Flensburg, ein erfahrener Pilot, überließ Erlach den Steuerknüppel des Leichtflugzeugs Ikarus C42. „Ich durfte die Maschine fliegen“, freute sich Erlach nach der glücklichen Landung.

Nicht ganz so aufregend ging es in der Transall zu, wo Schlangen von Besuchern durch das Transportflugzeug geführt wurden. Von der großen Ladeluke am Heck bis zum Cockpit war die Maschine immer gut gefüllt. Auch Nina Kröger aus Dätgen und ihr Sohn Levi (5) ließen sich den Flieger zeigen und viele technische Einrichtungen erklären. „Unsere Transall ist immer ein Publikumsmagnet“, stellte Ludwig Prüss vom Lufttransportgeschwader 63 aus Hohn fest.

Bei Rundflügen in Helikoptern und Sportflugzeugen genossen viele Besucher bei strahlendem Wetter den Blick von oben. Auch wer unten blieb, bekam viel zu sehen. Mit drei Flugzeugen zeigte die Kunstflugstaffel Aero Gera ihr Können. Allerdings mussten sich die Piloten auf Demonstrationen im Formationsflug beschränken. Eine Genehmigung für den Kunstflug wurde von den Behörden aus Sicherheitsgründen nicht erteilt.

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