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Fussball-Kreisliga : Ein Duell elektrisiert die Liga: Wen sehen die Trainer vorn?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Saisonendspurt dreht sich alles um den spannenden Zweikampf im Meisterschaftsrennen. Hier gibt es die große Trainer-Umfrage.

Drei Spieltage vor Saisonende ist das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde offen wie selten zuvor. Seit Wochen schon marschieren Tabellenführer TuS Rotenhof und der punktgleichen Verfolger 1. FC Schinkel einträchtig an der Spitze. Und auch beim Torverhältnis (Rotenhof +35, Schinkel +33) liegen beide Teams fast gleichauf. Wer macht denn nun auf der Zielgeraden das Rennen? Die Landeszeitung hat bei den Kreisliga-Trainern nachgefragt.

Norman Bock (TSV Vineta Audorf): „Ich glaube, dass beide Teams am Ende punktgleich sein werden. Allerdings wird das bessere Torverhältnis für Schinkel sprechen. Sie haben doch etwas mehr Qualität und Erfahrung in ihren Reihen. Verdient hätten es aber sicherlich beide.“

Frank Wolter (TuS Bargstedt): „Die Schinkeler haben uns zwei Mal geschlagen – also müssen sie es machen (lacht). Das Restprogramm spricht aus meiner Sicht für Schinkel. Die werden keine Punkte mehr abgeben, während Rotenhof mindestens noch einmal unentschieden spielen wird, auch wenn ich es ihnen genauso gönnen würde.“

Oliver Bock (SG Felde/Stampe): „Ich schätze beide Mannschaften gleich stark ein, tippe aber auf Schinkel, weil die das leichtere Restprogramm haben. Wir können das Titelrennen mitentscheiden, weil wir noch gegen Rotenhof spielen. Allerdings ist bei uns etwas die Luft raus. Aber Rotenhof wird auf alle Fälle noch Federn lassen.“

Michael Rohwedder (TuS Jevenstedt): „Mein Kopf sagt Schinkel, aber mein Bauchgefühl sagt Rotenhof. Auch weil beim TuS meine fußballerischen Wurzeln liegen und ich dort seit 33 Jahren Mitglied bin. Rotenhof hat es endlich einmal verdient. Der Verein setzt konsequent auf die Jugend und hat in den letzten Jahren immer oben mitgespielt.“

Owe Bosholm (Osterrönfelder TSV II): „Schinkel hat aus meiner Sicht das etwas leichtere Restprogramm. Im Vergleich ist Rotenhof sicherlich mannschaftlich geschlossener. Man merkt, dass es ein echtes Team ist, während Schinkel die besseren Einzelspieler hat. Eine Prognose ist echt schwer, aber aus dem Bauch heraus würde ich auf Schinkel tippen.“

Thorben Bahr (TSV Borgstedt): „Dieses Wochenende wird entscheidend sein. Wenn Rotenhof gegen Osterby gewinnt, dann lassen sie es sich nicht mehr nehmen. Verdient hätten es beide Mannschaften. Schinkel hat die besseren Einzelspieler, Rotenhof die bessere Mannschaft. Aber egal wer es schafft, der Aufsteiger wird es in der Verbandsliga verdammt schwer haben.“

Dirk Fischoeder (Borussia 93 Rendsburg): „Ich drücke für Rotenhof die Daumen. Bei aller Rivalität haben wir zum TuS ein gutes Verhältnis, und für meinen alten Kapitän Robin Grell würde es mich sehr freuen, wenn sie es schaffen. Es wird in dieser Phase nun wichtig sein, die Nerven zu behalten. Einen Ausrutscher darf sich keine Mannschaft mehr leisten, sonst ist es vorbei.“

Und was sagen die beiden Trainer der Protagonisten in diesem dramatischen Saisonfinale selbst zu den verbleibenden Spielen und zu den Aussichten auf den Titelgewinn? Es sind interessante Aussagen, weil Rotenhofs Coach Thomas Gosch und sein Pendant Lars Dubau eine völlig unterschiedliche Ansicht darüber haben, auf was es ankommen wird.

Lars Dubau (1. FC Schinkel): „Tagesform und Glück spielen zu diesem Zeitpunkt der Saison keine Rolle. Wichtig wird es sein, die Nerven zu behalten. Für meine Mannschaft kann ich sagen, dass wir die noch ausstehenden Aufgaben mit vollem Herzen annehmen müssen. Jedem Spieler muss klar sein, um was es geht und mit aller Konsequenz und Entschlossenheit zu Werke gehen. Wer es am Ende machen wird, kann ich nicht sagen. Für mich ist es ein komplett offenes Rennen.“

Thomas Gosch (TuS Rotenhof): „Das Glück und die Tagesform sind ganz wichtig. Es kann auf Kleinigkeiten ankommen. Beispielsweise ob ein Ball an den Pfosten oder ins Tor geht, ob man einen unberechtigten Elfmeter gegen sich bekommt oder ob sich ein wichtiger Spieler verletzt. Insgesamt sind wir zuletzt etwas offensiver ausgerichtet gewesen, aber ich denke es macht keinen Sinn, zu großen Druck bezüglich der Tordifferenz aufzubauen. Wir wollen zunächst einmal die Spiele gewinnen, und den Rest sehen wir dann. Wenn sich aber die Chance bietet, etwas für unser Torverhältnis zu tun, dann wollen wir diese auch nutzen.“

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