Ein Dorf gestaltet die Zukunft

Startschuss für „Nindorf 2030“: Bürgermeister Jens Rohwer mit den Platzierungsplaketten, die Nindorf bei den Wettbewerben „Schönes Dorf“ (2000, 2003) und „Dorf mit Zukunft“ (2012) errungen hat.
Startschuss für „Nindorf 2030“: Bürgermeister Jens Rohwer mit den Platzierungsplaketten, die Nindorf bei den Wettbewerben „Schönes Dorf“ (2000, 2003) und „Dorf mit Zukunft“ (2012) errungen hat.

„Nindorf 2030“ soll gemeinsam gestaltet werden

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06. März 2014, 14:42 Uhr

„Nindorf 2030“ heißt ein Projekt, das bei der Gemeindevertretersitzung im „Dörpshuus“ zum ersten Mal öffentlich vorgestellt wurde. „Wir wollen uns bei diesem Projekt mit der Zukunft unseres Dorfs beschäftigen“, erklärt Bürgermeister Jens Rohwer, „wir wollen gucken, was wir machen müssen, damit unser Dorf weiter attraktiv bleibt.“ Rohwer und seine Gemeinderatskollegen sind der Überzeugung: „Die Attraktivität des ländlichen Raums lässt sich gestalten.“ Dass Nindorf das Potential für eine Weiterentwicklung besitzt, hat man 2012 von der Bewertungskommission des landesweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ bestätigt bekommen, die Nindorf mit einem 3. Platz belohnte. „Viele Menschen finden den ländlichen Raum toll und schätzen dessen hohe Lebensqualität“, sagt Rohwer, „dennoch muss man feststellen, dass es immer weniger Menschen gibt, die auf dem Lande wohnen.“

Der Gemeinderat will demnächst zu einem „Startabend“ für das Projekt „Nindorf 2030“ ins Dörpshuus einladen. „Da wollen wir die Wünsche unserer Einwohner sammeln“, kündigt Rohwer an. Bei einer Umfrage während der gut besuchten Gemeindevertretersitzung hatten die Einwohner schon allerhand Themen parat, für die sie sich zukunftsfähige Lösungen wünschen: Wohnen im Alter, Single-Wohnungen, Baulücken und Baugrundstücke, Arbeitsplätze vor Ort, Erhalt des Vereinslebens, Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV-Anbindung. „Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger und alle Vereine und Verbände bei der Gestaltung eines Konzepts für eine lebenswerte Gemeinde einbeziehen“, betont der Bürgermeister. Der Gemeinderat plant die Einrichtung von Arbeitsgruppen zu den Themen „Mitmenschen“ (Kommunikation, Senioren, Jugend), „Arbeit und Freizeit“, „Wohnen“ sowie „Ausbildung und Versorgung“. „Da machen wir keine Vorgaben, denn das hemmt die Kreativität“, sagt Rohwer, „zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Arbeitskreise dann ihre Ergebnisse vorstellen.“ Wer Wünsche und Ideen für die zukünftige Entwicklung seiner Heimatgemeinde hat, muss nicht bis zum „Nindorf 2030“- Startabend warten, vermerkt der Bürgermeister: „In meinem Briefkasten können jederzeit Zettel mit Vorschlägen eingeworfen werden.“

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