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Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 19:08 Uhr

Jubiläum : Ein Dorf feiert seine Jugend

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit 35 Jahren besteht die Ellerdorfer Landjugend. Zum Jubiläum sorgte ein buntes Festtagsprogramm für Spaß bei Groß und Klein. Nachwuchsprobleme im Verein gibt es derzeit nicht.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 14:02 Uhr

Der Platz am Gemeindehaus ist bis auf Gerätschaften noch leer, nur einige Helfer stehen in kleinen Gruppen. Im Gemeindehaus werden frische Brötchen geschnitten, Karen Koep stellt die Kuchenplatten zusammen. An einem Tisch sitzt Jakob Zimmermann, der 1. Vorsitzende der Landjugend, vor sich einen Streckenplan. Die blaue Linie führt in einem weiten Bogen rund um Ellerdorf, und einige Markierungen sind zu sehen. „Das sind die Streckenposten“, erklärt er. Da klingelt sein Handy, eine Frauenstimme ist zu hören: „Sag ihnen, dass sie bei dir nach links in den Weg abbiegen müssen, sonst verfehlen sie den nächsten Anlaufpunkt.“ Das war Lara Kröger, erklärt er, eine von seinen über 25 Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf des Festes zum 35-jährigen Bestehen sorgen. Es geht um eines der Spiele, die unterwegs von den 14 Mannschaften gelöst werden müssen. Viel Stroh musste besorgt werden, damit die Rundballen gerollt werden oder die Spieler sich ihren Weg durch ein Stroh-Labyrinth bahnen können. Auch aufgerollte Feuerwehrschläuche müssen durch einen sicheren Wurf ins Ziel gebracht werden. Sogar eine Geschicklichkeitsprüfung für geübte Hände ist dabei: eine Beugelbuddel wird „aufgeploppt“, dabei muss sich bei der Rückwärtsbewegung das rote Verschlussgummi wieder sicher auf den Flaschenhals senken.

Für den Abend ist dann Tanzen angesagt, ein Disc-Jockey kommt, es werden Lose für eine Tombola verkauft, deren Erlös dann wieder dem Verein zugute kommt, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Vor nun 35 Jahren wollten Jutta Richter, die heute Koep heißt, und Henning Spilker mit einigen anderen bei der damals existierenden Nortorfer Landjugend mitmachen, die nahmen allerdings nur Ortsansässige auf. Kurzerhand wurde also beschlossen, einen eigenen Verein aufzumachen, und so standen dann 15 Namen im Gründungsprotokoll. Die heutige Dorfjugend zählt 40 aktive, und eine ganze Reihe passiver Mitglieder.

Genug zu tun gibt es immer. So helfen sie bei Festen, die im Dorf gefeiert werden, zum Beispiel bei Hochzeiten, die im Gemeindehaus gefeiert werden. Sie treffen sich dann zum Kranzbinden und helfen bei der Bewirtung der Gäste. Im November wird der Raum dann mit einem Tannenbaum schon vorweihnachtlich hergerichtet. Sie selbst kommen regelmäßig zum Skat oder Doppelkopf zusammen, gehen ab und zu Bowlen, aber auch eine Kanufahrt auf der Treene ist dabei. Die Ellerdorfer sind neben den Kollegen aus Thienbüttel die einzige Landjugendgruppe, die es im Amt Nortorfer Land noch gibt. Und wie ist es um den Nachwuchs bestellt? Jakob Zimmermann lacht: „Diese Sorgen haben wir nicht. Es war ja jetzt erst Kindervogelschießen, da haben wir auch geholfen und uns die Nachrücker schon einmal angeschaut.“


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