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Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Triathlon : Ein dankbarer vierter Platz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der Triathlon-Weltmeisterschaft in London verpasst Margit Bartsch das Siegerpodest zwar knapp, ist aber dennoch zufrieden.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Um nur 40 Sekunden hat Margit Bartsch (59) von SG Athletico Büdelsdorf den Sprung aufs WM-Treppchen verpasst. Schon im Vorfeld der Triathlon-Weltmeisterschaft wusste die Rendsburgerin, dass es schwer werden könnte, ihre Silbermedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen. Bartsch bewältigte in der Altersklasse W55 die Olympische Distanz in 2:18:49 Stunden und belegte schließlich den vierten Platz. Weltmeisterin wurde die Holländerin Marijke Zeekant, die ihrer Favoritenrolle in 2:12:49 Stunden gerecht wurde. Die zweite deutsche Starterin Dr. Berenike Gensior belegte in 2:25:04 Stunden Rang 20.

Auch wenn Bartsch eine Medaille verpasste, war sie mit dem vierten Platz nicht unzufrieden. „Ich habe einen guten Wettkampf abgeliefert. Das Schwimmen war gut. Das Radfahren mit einem Schnitt von 34 km/h sehr gut. Das Laufen war für die absolute Weltspitze jedoch zu langsam. Unter dem Strich bin ich mit meiner Leistung zufrieden“, resümiert die Rendsburger Ärztin. Aufgrund des typisch englischen Schmuddelwetters – 15 Grad Wassertemperatur und zehn Grad Außentemperatur – wurde die sonst übliche Schwimmstrecke von 1,5 km auf 750 m verkürzt. „Das ist bei diesen Temperaturen in den Regularien so vorgesehen“, klärt Bartsch auf. Mit 13:09 Minuten verließ sie unter den Top-Zehn das Wasser der letztjährigen olympischen Schwimmstrecke. In der Wechselzone konnte sie sich mit einer Zeit von 3:41 Minuten (viertbeste Zeit) auf Platz fünf verbessern.

Auf dem Rad machte sie dann mächtig Druck. Auch hier fuhren die Athleten die zum Teil auf der olympischen Radstrecke. „Da habe ich mich gut gefühlt“, erklärt Bartsch, die hin und wieder auch einen Blick auf die Tower-Bridge und auf die Themse werfen konnte. Ansonsten aber galt ihre volle Konzentration dem Radfahren. „Das war schließlich keine Sight-Seeing-Tour“, meint die SG-Athletin scherzhaft. Sieben Sekunden hinter der späteren Weltmeisterin Zeekant stieg Bartsch aus dem Sattel (1:10,44 Std. über 40 km).

Als Siebtplatzierte ging es auf die Laufstrecke. Auf dem überwiegend flachen Rundkurs lief die zehnfache deutsche Meisterin auf Rang drei vor, ehe sie in der Schlussphase des Rennens doch noch eingeholt wurde. Die spätere Vize-Weltmeisterin Ellen Hart (USA) legte auf der 10 km-Distanz mit 42:34 Minuten die beste Laufleistung hin. Da konnte die Deutsche mit ihren 47:53 Minuten nicht mithalten. Für Bartsch war der insgesamt vierte Platz dennoch keine Enttäuschung.

Als nächste große Herausforderung winkt die Weltmeisterschaft in Kanada im nächsten Jahr. Dort wird Bartsch dann in der Altersklasse 60 starten. Der vierte Platz in London lässt die Rendsburgerin hoffen, dass sie dort ganz oben auf dem Treppchen landen könnte.

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