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Konzert in der Christkirche : Ein Andrang wie zu Weihnachten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

1000 Menschen beim Pop- und Gospelfestival in der Christkirche. Stehende Ovationen: Vielfältiges Programm begeisterte das Publikum.

Einen so vollen Paradeplatz sieht man selten, in eine proppenvolle Kirche geht man ebenso selten. Einmal im Jahr trifft beides zusammen – wenn Birthe Ley-Thöming jährlich das Pop- und Gospelfestival in der Christkirche veranstaltet. Das reichhaltige Programm lockte viele Menschen an. Es waren zwei Stunden Abwechslung mit Schwerpunkt auf zeitgemäße kirchliche Klänge voller Gotteslob und -vertrauen. Angenehme Ohrwürmer aus dem Popbereich waren auch dabei, sogar Anleihen im Jazz wurden gemacht. Dieser Mix kam allerbestens an – auch weil immer glaubwürdig gesungen und mit bemerkenswerter Sicherheit gespielt wurde. Das alles übrigens bei freiem Eintritt – lediglich um eine Spende für unvermeidliche Kosten wurde gebeten. „Wir mögen Raschelndes“ hatte Birthe Ley-König den Bedarf angekündigt.

Selten, dass der gesamte Raum vor dem Altar voll „bestanden“ ist. Zum Schluss sangen nach dem Auftritt von „Just for Joy“ (Bünsdorf) mit „gospel & more“ (Hohenwestedt) unter der Leitung von Inken Jensen-Klose alle Chöre und das Publikum nach sachkundiger Einführung durch Birthe Ley-Thöming zusammen „We Are Marching In The Light of God“. Dieses Bekenntnis begleitete bis ins parkende Auto auf dem Paradeplatz. Rendsburg singt.

Bemerkenswert, wie Birthe Ley-Thöming mit Humor durch den Abend führte. Waren doch die Ansagen vor 1000 Menschen „nichts“ gegen den Abend davor. Ihr Original-Gitarrist war vom Podest gefallen, konnte nicht spielen. Ersatz musste her: Sven Zimmermann aus Kiel, gerade von einer Tournee zurück, verließ vorzeitig den Geburtstag seiner kleinen Tochter und spielte: Genial großartig. Und alles ohne Probe. Mit Markus Zell am Schlagzeug bildet er ein Super-Begleitduo. Aber auch Birthe Ley-Thömings Piano-Künste verdienen besonderes Lob, wie auch Felicitas Rehbock, die „2gather“, ihren Inklusionschor, gekonnt leitete und begleitete.

Vielfalt bestimmte wie in allen bisherigen Pop- und Gospelfestivals den Abend. Mit dem Kinderchor St. Johannes, dem Jugendchor Popcorn, den Ensembles „Offbeat“ und „Provoce“ waren auch Birthe Ley-Thömings eigene Chöre dabei, „For Your Soul“ aus Barsbüttel trat mit professionellem Anspruch auf: Gekonnt, fast schon zu gut. Zu den Dauergästen zählen auch Tonitus unter der Leitung von Imke Quentin. Den gefühlten Höhepunkt lieferten „Jarfizz“ aus Hamburg: Das Hamburger Frauentrio wurde in „Riders on the storm“ durch Birthe Ley-Thöming am E-Piano, Markus Zell (Schlagzeug) und Sven Zimmermann (Gitarre) verstärkt. Insgesamt eine gefühlvolle, dennoch explosive Mischung: Scat Gesang von Jasmin Rafii, gekonnte Jazz-Improvisation in „A-Train“ und unvergessliche „Riders On The Storm“. Stehender Applaus, ungebremste Begeisterung.

Nach diesem wunderbaren Abend kann Birthe Ley-Thöming sicher sein, dass im kommenden Jahr zum 17. Pop- und Gospelfestival Ende September wieder viele Menschen vor der Christkirche stehen. Wer so etwas organisiert, bleibt nicht allein.

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