Rendsburg : Ein „abgedrehtes“ Hilfsprojekt

Rotary-Präsident Urban Hellmuth und Organisatorin Marie Papenburg (zweite von rechts) mit CTR-Schülern und Lehrerin Lena van Zwoll.
1 von 3
Rotary-Präsident Urban Hellmuth und Organisatorin Marie Papenburg (zweite von rechts) mit CTR-Schülern und Lehrerin Lena van Zwoll.

Sammelstelle für Kunststoffverschlüsse in der Christian-Timm-Regionalschule. Rotarier kämpfen gegen Kinderlähmung.

shz.de von
01. Mai 2015, 07:00 Uhr

Helfen ist ganz einfach und macht kaum Mühe. Aber nur, wenn man weiß, wie es geht. Marie Papenburg, FÖJlerin von der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde hatte mit Prof. Dr. Urban Hellmuth, Präsident des Rotary-Club Rendsburg die Idee, für den Verein „Deckel drauf“ Deckel von Tetra-Packs, Einweg-Plastikflaschen oder Zahnpastatuben zu sammeln.

Die bunten Teile aus hochwertigem, recyclingfähigem Kunststoff sind wertvoll: 300 Euro pro Tonne erlöst die AWR bei Anlieferung von 500    000 Plastikdeckeln. Gesammelt werden sie im Rahmen der Aktion „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“. Gegen diese Krankheit gibt es noch kein Heilmittel. Nur Impfungen verhindern, dass Kinder davon betroffen werden.

Für den Gegenwert von 500 Plastikdeckeln und der Rotary-Spende kann ein Kind in Pakistan, Afghanistan oder Nigeria gegen Kinderlähmung geimpft werden. Dort existiert die Krankheit noch und breitet sich weiterhin ungehindert aus. In Europa ist sie seit langem ausgerottet. Rotary als weltweiter Verbund von Entscheidungsträgern verdoppelt die Deckel-Erlöse. Mit dem Microsoft-Gründer Bill Gates haben sich die Rotarier vorgenommen, Polio zu besiegen. Dafür wurden in der Vergangenheit bereits Millionenbeträge aufgebracht.

Lena van Zwoll, Lehrerin an der Christian-Timm-Regionalschule, ist begeistert vom Einsatz ihrer Schüler: „Da laufen schon Wettbewerbe, wer morgens die meisten Deckel abgeliefert hat. Bis zur 7. Klasse wird gerne gesammelt, für die älteren Schüler werden allerdings andere Themen wichtiger.“

Dennoch ist das Projekt erfolgreich angelaufen. Schnell wurde die Sammeltonne zur selbstverständlichen Station auf dem Weg in die Klasse. Weitere Sammelstellen an Schulen oder belebten Plätzen werden gerne eingerichtet. Anmeldungen bei Marie Papenburg, Tel. 04331 / 345  109.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen