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Konversion : Eiderkaserne – Stadt öffnet Investoren die Tore

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bauausschuss entscheidet: Vier weitere Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände dürfen privatisiert werden.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 18:40 Uhr

Was passiert in einem Restaurant mit Tischen, auf denen das Schild „Reserviert“ steht? Sie bleiben die meiste Zeit leer, weil die erwarteten Gäste noch nicht da sind, zu spät erscheinen – oder am Ende gar nicht. Ähnliches spielt sich in der ehemaligen Eiderkaserne ab. Einige der Gebäude, die der Stadt gehören und seit Jahren vergeblich auf Käufer warten, tragen den Stempel „Gemeinbedarf“. Sie sind reserviert für öffentliche Zwecke wie Schulen, Polizei, Post, Feuerwehr oder Verwaltung. Investoren hat das bisher abgeschreckt. Dies könnte sich nun ändern. Der Bauausschuss hat am Dienstag der sogenannten Mischnutzung von vier weiteren Gebäuden zugestimmt. Sie dürfen auch für privatwirtschaftliche Vorhaben erworben werden.

Bei den Objekten handelt es sich um die ehemalige Maschinenhalle, das ehemalige Offizierkasino, die ehemalige Krankenstation und ein ehemaliges Stallgebäude. Der „Gemeinbedarf“ dieser Bauten war im 2008 aufgestellten Masterplan der Stadt zur Konversion der Eiderkaserne festgelegt worden. Mit dem Beschluss des Bauausschusses, der durch eine Kampfabstimmung im heute tagenden Senat (17 Uhr, Altes Rathaus) noch überstimmt werden könnte, gibt es nur noch zwei Gebäude auf dem einstigen Kasernenareal, die für öffentliche Nutzungsarten vorbehalten sind. Sie tragen auf dem Masterplan die Nummern 20 und 21 und befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Helene-Lange-Gymnasium. Gebäude 20 könnte einmal eine gemeinsame Mensa/Aula für das Helene-Lange-Gymnasium und die Herderschule beherben. „Auf absehbare Zeit nicht finanzierbar“, schmetterte die CDU-Fraktion im Ausschuss diese Idee ab, scheiterte jedoch mit einem Antrag, alle Gebäude aus dem Gemeinbedarf rauszunehmen. Dem SPD-Antrag, es bei besagten vier Gebäuden zu belassen, folgte das Gremium.

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