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Interesse hält sich in Grenzen : Eiderkaserne: Stadt hat 73 Anfragen für 380 Wohneinheiten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neun Interessenten meldeten sich nach Info-Veranstaltung im Februar. Beratung im Bauausschuss.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Sechs Wochen nach dem Einstieg in die Vermarktung der ehemaligen Eiderkaserne als künftiges Wohn- und Gewerbegebiet hat die Stadt eine Zwischenbilanz ausgearbeitet. Für die angestrebten 380 Wohneinheiten in dem neuen Stadtteil Neuwerk-West liegen im Rathaus bisher 73 Anfragen vor. Neun Interessenten meldeten sich nach der Informationsveranstaltung im Hohen Arsenal Ende Februar, 64 weitere Anfragen stammen aus der Phase von 2009 bis Februar diesen Jahres.

„Das öffentliche Interesse am Stand der Entwicklung auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne besteht unvermindert“, heißt es in einem Sachstandsbericht für den Bauausschuss, der am Dienstag, 19. April, um 18 Uhr im Alten Rathaus tagt. Das Städtebaukonzept sieht für die 19 Hektar große Umwandlungsfläche unterschiedliche Wohnformen und Grundstücksgrößen vor. „Die geäußerten Wünsche der privaten Interessenten stehen dem nicht entgegen, sondern lassen sich im Rahmen des Angebots realisieren“, heißt es in der aktuellen Mitteilungsvorlage.

Der Zuschnitt der einzelnen Grundstücke steht noch nicht fest. Auch vier Bebauungspläne für das gesamte Gebiet sind noch nicht fertig. Die Bauleitplanung soll in diesem Jahr abgeschlossen sein. Mit dem Beginn der Haupterschließung durch die Arsenalstraße und Lilienstraße rechnet man in der Verwaltung ab März 2017. Noch im Juni 2015 hatte Bürgermeister Pierre Gilgenast angegeben, dass mit dem Bau der ersten neuen Wohnhäuser in diesem Jahr zu rechnen sei. Dies ist mit der neuen zeitlichen Planung ausgeschlossen. Und veranschlagt man für den Bau der Hauptzufahrten ab März mehrere Monate, blieben den Baufirmen danach nur wenige Monate, um bis zum Wintereinbruch ganze Häuser zu erstellen. Folglich dürften die ersten Neubauten nicht vor 2018 entstehen – zwei Jahre später als vom Verwaltungschef angekündigt.

Im Rathaus wähnt man sich dennoch auf einem guten Weg. „Sobald die Leute sehen, was da Stein auf Stein gebaut wird, rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage“, sagt Tobias Brandt aus dem Fachdienst Stadtentwicklung. Das habe sich schon beim Neubaugebiet Hochfeld gezeigt. Noch fehlten für Neuwerk-West B-Pläne und eine verbindliche Aufteilung der Grundstücke. Das Ergebnis des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs sei für viele Interessenten „ein bunter Plan und zu unkonkret“.

Sieben Anfragen entfallen auf die zehn unter Denkmalschutz stehenden Altbauten. Das zahlenmäßig größte Interesse ruft das „Arrestgebäude“ hervor. Der zweigeschossige, von hohen Bäumen umgebene Backsteinbau (Baujahr 1905) befindet sich wie die meisten Objekte auf dem Ex-Militärareal in einem dürftigen Zustand. Der Kaufpreis mit Grundstück beträgt 80  000 Euro.

41 Interessenten haben sich bei der Stadt nach Baugrundstücken erkundigt, allein sieben seit der Infoveranstaltung Ende Februar. 22 Erkundigungen zielten auf Eigentumswohnungen ab. Alle zu Stande gekommenen Kontakte seien von beiden Seiten unverbindlich, betonte Tobias Brandt aus der Bauverwaltung. Wer eine Anfrage zu einem Objekt oder Grundstück gestellt habe, werde künftig persönlich informiert, wenn es um die weiteren Planung gehe.

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