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Ideenwettbewerb : Eiderkaserne: Erste Neubauten frühestens 2016

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Rendsburger Bauausschuss bringt Realisierungswettbewerb auf den Weg.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 09:33 Uhr

Der Bauausschuss hat gestern Abend einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Entwicklung der früheren Eiderkaserne getan. Die Politiker gaben Bauamtschef Frank Thomsen grünes Licht für die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs. Stadtplaner und Architekten sind aufgerufen, ein ansprechendes innerstädtisches Quartier zu entwickeln, in dem man wohnen und arbeiten kann. Der Wettbewerb beginnt am 4. April. Die erste Runde endet am 27. Juni, die zweite – und entscheidende – am 11. September dieses Jahres. Doch bis die ersten neuen Gebäude auf dem knapp 20 Hektar großen Areal errichtet werden können, dürfte anschließend noch einige Zeit vergehen. Im Ausschuss war vom Jahr 2016 die Rede.

Das ist darauf zurückzuführen, dass die Stadtverwaltung aus dem Siegerentwurf der Stadtplaner und Architekten zunächst einen entsprechenden Bebauungsplan ableiten muss. Thomsen erklärte, dass – „wenn alles gut liefe“ – man Ende 2015 Planungsrecht habe. Erst dann könnten Häuser errichtet werden. Um Verzögerungen zu vermeiden, wolle man zeitgleich an der Erschließung und Vermarktung des Areals arbeiten. Ziel: Häuser und Straßen werden im Idealfall gleichzeitig fertiggestellt.

Für den Wettbewerb muss die Stadt tief in die Tasche greifen: Insgesamt 75 000 Euro plus Mehrwertsteuer werden an die Teilnehmer ausgeschüttet. Das Preisgeld für die Schöpfer der drei besten Pläne beläuft sich auf 28 000 Euro. Der Sieger erhält 14 000 Euro, der Zweitplatzierte 9000 Euro, der Drittplatzierte 5000 Euro.

Sorge bereiteten insbesondere dem Ausschussvorsitzenden Marc-Olaf Begemann (SPD) sowie den CDU-Vertretern Olaf Paulisch und Ingolf Bädtker die sehr konkret formulierten Vorgaben des Wettbewerbs. Sie beanstandeten, dass vor allem „kleinteilige Baustrukturen“ berücksichtigt werden sollen. Damit gemeint sind Reihenhausanlagen sowie Mehrfamilienhäuser mit bis zu zehn Wohneinheiten. Die Grundstücke für Einfamilien- und Zweifamilienhäuser dürfen laut Ausschreibung lediglich zwischen 400 und 500 Quadratmeter groß sein. Bädtker sagte, dass dies aus seiner Erfahrung heraus „nicht marktgerecht“ sei.

Doch der Wunsch, die Bedingungen „etwas weicher zu formulieren“, stieß bei Frank Thomsen auf wenig Gegenliebe. Er begründete dies damit, dass das 2011 erstellte Wohnungsmarktkonzept eine der Grundlagen des jetzt auszulobenden Wettbewerbs sei. Würde man die damals gewonnenen Erkenntnisse jetzt nicht mehr berücksichtigen, könnte das zum vorläufigen Stopp des gesamten Wettbewerbsverfahrens führen. Das wiederum wollte keines der Ausschussmitglieder. Vorsitzender Begemann: „Wir möchten das Gebiet so schnell wie möglich erschließen.“

Die Eiderkaserne als militärische Konversionsfläche wurde im Jahr 2008 zum Sanierungsgebiet „Neuwerk-West“ erklärt. Sie gilt als wichtigstes innerstädtisches Entwicklungsgebiet.

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